Die Zahl der fertiggestellten Wohnungen in Österreich ist im Jahr 2025 erneut deutlich gesunken. Es ist der zweite starke Rückgang in Folge.
Davon entfielen 34.217 Wohnungen auf neu errichtete Gebäude, ein Minus von 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Weitere 14.380 Wohnungen entstanden im Zuge von An-, Auf- und Umbautätigkeiten. Der bisherige Tiefstand aus dem Jahr 2011 mit 36.578 Wohnungen in neuen Gebäuden wurde um 2.361 Wohnungen unterschritten.
Statistik-Austria-Generaldirektorin Manuela Lenk sagte, der Wohnungsbau sei im Jahr 2025 zum zweiten Mal in Folge stark rückläufig gewesen. Die Fertigstellungen folgten zeitversetzt dem Trend bei den Baubewilligungen. Seit 2021 gebe es bei den Bewilligungen Rückgänge gegenüber dem jeweiligen Vorjahr, weshalb man auch in den kommenden Jahren mit sinkenden Fertigstellungszahlen rechnen müsse, so Lenk.
Auch die Zahl der Baubewilligungen sank 2025 im Vergleich zum Jahr davor, und zwar um 7,1 Prozent. Deutliche Rückgänge gab es laut Statistik Austria insbesondere 2022 mit minus 17,1 Prozent und 2023 mit minus 30,4 Prozent.
Nach Bundesländern betrachtet entstanden die meisten Wohnungen inklusive An-, Auf- und Umbauten in Wien mit 11.081 Wohnungen. Das entspricht nahezu jeder vierten neu fertiggestellten Wohnung Österreichs. Dahinter folgten Oberösterreich mit 9.102 und Niederösterreich mit 7.753 Wohnungen. In diesen drei Bundesländern wurde mehr als die Hälfte aller Wohnungen geschaffen. Das Schlusslicht bildeten das Burgenland mit 1.971 Baufertigstellungen und Kärnten mit 2.458 Wohnungen.
Die 2025 fertiggestellten Wohnungen hatten im bundesweiten Schnitt 5,2 Wohnräume. Dazu zählen laut Behörde auch Einfamilienhäuser.
Die aktuellen Zahlen bestätigten die wiederholten Warnungen der Branche, sagte Oberndorfer.
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