Die Bildungsdirektoren der Kantone Zürich und Waadt, Silvia Steiner und Frédéric Borloz, haben an einer Medienkonferenz in Lausanne Bilanz gezogen. Wie SRF News berichtet, erklärte Steiner, alles laufe bestens. Seit fünf Jahren fördern die beiden Kantone den Sprachaustausch in Volks-, Mittel- und Berufsschulen.
Einige Hundert Mittel- und Berufsschüler hätten ebenfalls vom Angebot profitiert. Beide Bildungsdirektoren zeigten sich über diese Bilanz erfreut.
Weiterhin organisiert werden zweisprachige Klassenlager. Mit sogenannten E-Tandems tauschten sich Jugendliche per Videokonferenz über die Sprachgrenze hinweg aus. Dabei seien sie gleichzeitig Lernende und Lehrende.
Die beiden Kantone wollen ihre Zusammenarbeit intensivieren. Kurze Sprachaufenthalte in Schulen und Klassen sollen einfacher werden.
Borloz sagte, bei den Programmen gehe es nicht allein um den Spracherwerb. Man habe praktisch bei null begonnen, nun steige die Nachfrage bei Kindern, Lehrpersonen und Eltern ständig, und dies werde so weitergehen.
Aus Zürcher Sicht erstaunen diese Pläne, denn eine Mehrheit im Kantonsrat will den Französischunterricht in der Primarschule abschaffen. Für sie sei aber klar, dass der Lernerfolg an den Primarschulen gemessen werde und bei ungenügenden Ergebnissen Verbesserungen angestrebt würden. Dass der Sprachunterricht kritisch gesehen wird, könne sie nachvollziehen.
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