Das Bildungsministerium hat eine eigene KI-Strategie für Schulen erarbeitet und am Freitag präsentiert.
Die Strategie stelle keinen endgültigen Rahmen mit konkreten Umsetzungsschritten oder Maßnahmenkatalog dar, hieß es bei der Präsentation. Auch einen rechtlichen Rahmen mit Geboten oder Verboten enthalte sie nicht, ebenso wenig eine Sammlung der besten Anwendungen. Bildungsminister Christoph Wiederkehr (NEOS) bezeichnete die Strategie als eine Art Nordstern. Wie ein Nordstern nicht sage, wohin der nächste Schritt gehen solle, gebe auch die KI-Strategie die nächsten Schritte nicht vor. Das Dokument solle sich durch Rückmeldungen der Lehrkräfte ständig weiterentwickeln, so wie sich auch die Technologie selbst weiterentwickle.
Für den Unterricht betonte Wiederkehr, Lesen, Schreiben und Rechnen seien unabdingbar, und die Anwendung von KI müsse auf diesen Grundkompetenzen aufbauen. Als Prinzip nannte er die Abfolge: zuerst Lernen ohne KI, dann Lernen über KI und ihre Funktionsweise, schließlich Lernen mit KI. Die eigene Denkleistung und Urteilsfähigkeit dürften nicht abgegeben werden. Aus seiner Sicht bestehe die größte Gefahr darin, dass man irgendwann das Lernen verlerne, weil die KI für die Menschen denke und Wissen produziere.
Wiederkehr stellte jedoch klar, dass keine KI Lehrpersonen ersetzen werde.
Als Begleitmaßnahmen sind FAQs für Lehrkräfte ab dem Frühjahr vorgesehen. Außerdem soll es eine Anlaufstelle für offene Fragen geben, etwa zur Prüfung konkreter Anwendungen.
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