Eingezogen wurden 13 Pferde und 40 Hunde, wie das Departement für Gesundheit und Soziales mitteilte. Ein Pferd musste wegen seines schlechten Gesundheitszustands eingeschläfert werden, berichtete die Luzerner Zeitung.
Der Halterin wird vorgeworfen, zu wenig eingestreute Liegeflächen und ungenügendes Futter bereitgestellt sowie Pferde der Rasse Appaloosa vernachlässigt zu haben. Das Veterinäramt sprach deshalb im Februar ein umfassendes Tierhalteverbot aus.
Bis zum 15. Juli hätte sie alle Tiere abgeben müssen. Nach Angaben des Departements kam sie dieser Verfügung nicht nach und zeigte sich unkooperativ. Der Veterinärdienst holte die Tiere deshalb bei einem Einsatz am 7. Oktober ab.
Dabei stellte der Dienst weitere Verstösse gegen das Tierschutzgesetz fest. Bei den Hunden fehlten demnach Trinkwasser und eine ausreichende Sozialisierung. Betroffen waren Australian Shepherds und Border Collies.
Eine unabhängige Tierärztin entschied, ein Pferd einzuschläfern. Die übrigen Tiere werden tierärztlich versorgt. Der Veterinärdienst will die Hunde und Pferde vermitteln, nachdem eine geplante Zusammenarbeit mit einer Tierschutzorganisation nicht zustande gekommen ist. Zu gegebener Zeit sollen die Tiere an endgültige Plätze vergeben werden.
Die Verstösse erinnern an den Tierschutzfall in Ramiswil im Kanton Solothurn. Dort wurden 122 Hunde eingeschläfert und 40 Pferde beschlagnahmt. Diese soll voraussichtlich Ende Juni abgeschlossen werden.
Die Tiere wurden beschlagnahmt, gegen den Halter wurde ein Tierhalteverbot verhängt.
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