Die Risiken im digitalen Raum explodierten, erklärte Claus.
Dabei nehmen Erwachsene gezielt über das Internet Kontakt zu Minderjährigen auf, um sie sexuell zu manipulieren. Claus forderte, das Strafrecht müsse auch Jugendliche über 14 Jahren davor schützen.
Künstliche Intelligenz verschärfe die Gefahren zusätzlich. So könnten unverfängliche Profilfotos mit KI in Nacktbilder umgewandelt werden. Dies erleichtere sexuelle Erpressung, sogenannte Sextorsion.
Das seien rund 1.600 Fälle mehr als fünf Jahre zuvor und 772 mehr als im Vorjahr.
Seit ihrem Amtsantritt habe sich viel getan, erklärte Claus. Besserer Schutz sei möglich, die Instrumente seien bekannt, würden aber längst nicht überall umgesetzt. Claus forderte die Länder Hamburg, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Bayern und Bremen auf, entsprechende Vorgaben einzuführen.
Claus plädierte außerdem für ein Schulfach mit dem Namen Digitale Welt/Digitalität. Es solle Kindern und Jugendlichen digitale Kompetenzen vermitteln und den Umgang mit Risiken im Internet einschließen. Missbrauchsdarstellungen im Netz müssten aktiv gesucht und proaktiv gelöscht werden, weil der Missbrauch so lange nicht ende, wie die Darstellungen weiter kursierten.
Grundlage dafür ist eine im sogenannten UBSKM-Gesetz festgeschriebene Berichtspflicht.
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