Nigers Erdölministerium hat den Ausbruch von Öl und Gas am Bohrloch Goumeri W8 als Umweltvorfall von „außergewöhnlicher Schwere“ eingestuft. Große Mengen Rohöl und Gas seien dabei mehr als zehn Meter hoch ausgetreten, teilte das Ministerium mit, wie Africanews berichtete.
Der Vorfall ereignete sich am 25. September in der abgelegenen östlichen Wüste des Landes, rund 1.700 Kilometer von der Hauptstadt Niamey entfernt. Fernsehbilder zeigten, wie Rohöl mehrere Meter in die Höhe schoss und sich über Hunderte Meter am Boden ausbreitete.
Die Situation sei teilweise eingedämmt, aber noch nicht vollständig unter Kontrolle, erklärte das Ministerium. Die Ursachen seien noch nicht vollständig festgestellt. Eine Beteiligung krimineller oder terroristischer Akteure sei jedoch ausgeschlossen worden. Eine Untersuchung laufe mit Unterstützung algerischer Fachleute.
Das Bohrloch wird von CNPC Niger Petroleum betrieben, einer lokalen Tochtergesellschaft des chinesischen Staatskonzerns China National Petroleum Corporation. Niger fördert seit 2011 Erdöl und gewinnt insbesondere in der Region Agadem täglich Zehntausende Barrel, die im Land auch raffiniert werden.
Seit einem Putsch im Jahr 2023 wird Niger von einer Junta regiert. Eine bewaffnete Gruppe, die sich gegen die Militärregierung stellt, verübt sporadisch Angriffe auf die 2.000 Kilometer lange Pipeline, die nigrisches Rohöl zum Küstenstaat Benin transportiert.
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