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Kanada pausiert Kauf von 16 US-Hubschraubern

Die Regierung von Premierminister Mark Carney hat den geplanten Kauf von 16 Black-Hawk-Hubschraubern für die kanadischen Spezialkräfte vorerst ausgesetzt. Hintergrund sind die Handels- und diplomatischen Spannungen mit den USA.

Kanada pausiert Kauf von 16 US-HubschraubernSymbolbild
Foto: Wolfgang Vrede · Pexels

Das Wichtigste in Kürze

  • Kanada setzt den geplanten Kauf von 16 US-Hubschraubern des Typs UH-60M Black Hawk für Spezialkräfte vorerst aus
  • Die Regierung prüft wegen Handelskonflikten und militärischer Abhängigkeit von den USA ihre Beschaffungen ohne offene Ausschreibung
  • Die Black Hawks sollen die über 30 Jahre alten CH-146 Griffon ersetzen und wären für Einsätze in der Arktis besser geeignet

Die kanadische Regierung hat den geplanten Kauf von 16 US-amerikanischen UH-60M-Black-Hawk-Hubschraubern vorerst ausgesetzt. Die Maschinen des Herstellers Sikorsky, einer Tochter des Rüstungskonzerns Lockheed Martin, sind für die kanadischen Spezialkräfte vorgesehen. Die Entscheidung fiel kurz vor Handelsverhandlungen mit der Regierung von US-Präsident Donald Trump im vergangenen Sommer, wie CBC News und Radio-Canada berichteten.

Mehrere Quellen aus Regierung und Rüstungsindustrie brachten den Aufschub mit den Handels- und diplomatischen Spannungen zwischen Kanada und den USA in Verbindung. Der Kauf sei von der zuständigen Behörde des US-Außenministeriums bereits genehmigt worden und habe vor der Zustimmung des US-Kongresses gestanden, als die kanadische Regierung die Vereinbarung gestoppt habe.

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Die Entscheidung habe teilweise mit den letztlich gescheiterten Handelsgesprächen zusammengehangen. Zugleich habe die Bundesregierung prüfen wollen, welche für das kanadische Militär geplanten Beschaffungen aus den USA insgesamt auf dem Programm stünden. Kanada wolle seine militärische Abhängigkeit von den USA verringern und halte den Zeitpunkt für den Kauf ohne offene Ausschreibung deshalb nicht für richtig.

Die Regierung von Premierminister Mark Carney setzt nach eigenen Angaben auf eine stärkere heimische Rüstungsproduktion und Partnerschaften mit ausländischen Unternehmen in Kanada. Direkte Beschaffungen im Ausland sollen demnach nur als letztes Mittel erfolgen. Parallel überprüft Ottawa, ob es die ursprünglich geplante vollständige Bestellung von 88 F-35-Kampfjets umsetzen wird. Kanada hat sich zum Kauf von 16 F-35 verpflichtet und zudem Teile für mehr als ein Dutzend weitere Maschinen bestellt.

Ein Sprecher des für die militärische Beschaffung zuständigen parlamentarischen Staatssekretärs erklärte, die Regierung prüfe weiterhin Möglichkeiten, den Bedarf der Spezialkräfte zu decken. Kanada bleibe mit den zuständigen Partnern in Kontakt und werte die für die Entscheidung erforderlichen Informationen weiter aus.

Die Black Hawks sollen die mehr als drei Jahrzehnte alten CH-146 Griffon der Spezialkräfte ersetzen. Nach Angaben des pensionierten Generalmajors Denis Thompson seien die Unterschiede zwischen beiden Hubschraubern erheblich. Der UH-60M sei für militärische Einsätze robuster und für große Entfernungen in der Arktis besser geeignet. Sein typischer Kampfradius liege bei 595 Kilometern und könne durch Luftbetankung auf 2.250 Kilometer erweitert werden. Der Griffon habe eine Reichweite von bis zu 656 Kilometern, mit Zusatztanks bis zu 909 Kilometern.

Thompson sagte, militärische Ausrüstung werde nicht nur für die verbleibenden zwei Jahre der Amtszeit Trumps angeschafft, sondern für 20 oder 30 Jahre. Entscheidend müsse daher sein, welche Ausrüstung die kanadischen Streitkräfte langfristig benötigten, nicht welcher kurzfristige politische Vorteil entstehe. Black Hawk und F-35 seien aus militärischer Sicht wegen ihrer Eignung für die jeweiligen Aufgaben ausgewählt worden.

Eine Umfrage des Policy Magazine ergab Anfang des Jahres, dass 62 Prozent der Kanadier den Kauf militärischer Ausrüstung aus den USA ablehnen. Nach einer Erhebung von Abacus Data unterstützen 64 Prozent einen sofortigen Stopp solcher Beschaffungen.

Der Politikwissenschaftler und Verteidigungsanalyst Justin Massie sagte, die Regierung ringe auch mit Projekten, die vor Beginn der Handelsspannungen angestoßen worden seien. Es ändere sich weniger die Strategie als das politische Unbehagen, Käufe amerikanischer Militärausrüstung öffentlich bekannt zu geben.

Nach Angaben aus Regierung und Rüstungsindustrie zögert Ottawa auch bei weiteren US-Beschaffungen. Ein Vertrag mit dem kalifornischen Unternehmen Google über spezialisierte Cloud-Dienste zur Speicherung und Sicherung geheimer Informationen sei noch nicht bekannt gegeben worden. Ein Auftrag für ein Trainingssystem für Besatzungen von Bodenfahrzeugen solle Berichten zufolge an Raytheon gehen. Die Bestätigung eines Vertrags über M142-HIMARS-Raketenwerfer von Lockheed Martin habe die Regierung erst nach mehreren Monaten veröffentlicht.

Dieser Beitrag wurde automatisiert auf Grundlage externer Nachrichtenquellen und unter Einsatz künstlicher Intelligenz erstellt. So arbeiten wir

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