Rooney unterstütze Palestine Action, eine von der britischen Regierung als terroristische Organisation verbotene Protestgruppe, berichtete ABC News International.
Faber teilte mit, das Verbot habe dazu geführt, dass der Verlag Rooney keine Einnahmen aus Großbritannien für ihre Arbeit weiterleiten könne. Es sei für einen Verlag nicht hinnehmbar, das Werk einer Schriftstellerin zu verkaufen, ihr die daraus entstehenden Einnahmen aber nicht auszahlen zu können. Die Entscheidung sei vollständig im Einvernehmen mit Rooney getroffen worden.
Rooney erklärte, sie habe der Einstellung des Verkaufs vollständig zugestimmt.
Ihre Bücher wurden millionenfach verkauft. Die BBC verfilmte „Conversations with Friends“ und „Normal People“ für das Fernsehen.
Rooney unterstützt nach eigenen Angaben palästinensische Anliegen. Im August 2025 schrieb sie in der Irish Times, sie unterstütze auch Palestine Action. Sollte sie nach britischem Recht deshalb als Unterstützerin des Terrors gelten, nehme sie das hin. Einnahmen aus ihren Romanen und Honorare für Fernsehproduktionen wolle sie weiter zur Unterstützung der Gruppe verwenden.
Die Labour-Regierung in Großbritannien verbot Palestine Action, nachdem Aktivisten der Gruppe im Juni 2025 in einen Stützpunkt der Royal Air Force eingedrungen waren. Sie protestierten damit gegen die britische militärische Unterstützung der israelischen Militäroffensive im Gazastreifen. Die Mitgliedschaft in der Gruppe oder ihre Unterstützung kann mit bis zu 14 Jahren Gefängnis bestraft werden.
Seit dem Verbot wurden mehr als 3.000 Menschen festgenommen, unter ihnen Personen, die Schilder mit der Aufschrift „I support Palestine Action“ gehalten hätten. Mehr als 1.200 Menschen seien nach dem Terrorismusgesetz angeklagt worden; bislang sei jedoch niemand verurteilt worden. Bürgerrechtsgruppen kritisieren, das Verbot und die anschließenden Festnahmen schränkten Protest- und Meinungsfreiheit unrechtmäßig ein.
Die Anwälte von Palestine Action wollen im nächsten Monat vor dem Obersten Gericht Großbritanniens die Aufhebung des Verbots beantragen. Alle Verfahren gegen Menschen, denen ein Verstoß gegen das Verbot vorgeworfen wird, sind bis zur Entscheidung des Gerichts ausgesetzt.
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