Volkswagen bereitet in Deutschland einen Rückruf für einige Tausend Elektroautos der ID.-Familie vor.
Ursache seien Produktionsfehler bei Zulieferern. Die betroffenen Fahrzeuge stammten aus einem begrenzten Produktionszeitraum. In seltenen Fällen könne die Abweichung zu einer erhöhten thermischen Belastung der Batterien führen, im Extremfall könne ein Brand entstehen.
Auch der Cupra Born soll dazugehören. Für Deutschland und weitere Märkte würden entsprechende Aktionen vorbereitet und kurzfristig aktiviert, teilte der Sprecher mit. VW befinde sich dazu in enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden. In den Daten des Kraftfahrt-Bundesamtes war der Rückruf noch nicht aufgeführt.
Einen Teil der Autos holt der Hersteller in die Servicebetriebe, um die Hochvolt-Batterien zu prüfen. Die Begrenzung könne erst aufgehoben werden, wenn eine Batterie als ordnungsgemäß bewertet worden sei.
Betroffene Kunden sollen einen Brief mit Informationen zum Ablauf des Rückrufs und zu den Ansprechpartnern erhalten. Wer keinen solchen Brief bekomme, sei nicht betroffen. Weitere Abhilfemaßnahmen seien noch nicht abschließend festgelegt. Die Batteriemodule müssten nicht zwangsläufig ausgetauscht werden; möglicherweise reiche ein Softwareupdate.
Ende September hatte VW weltweit gut fünf Millionen Fahrzeuge wegen einer korrosionsanfälligen Schraube an der Lenkung in die Werkstätten gerufen. In Deutschland betraf die Aktion fast 1,4 Millionen Fahrzeuge von VW sowie den Konzernmarken Audi, Seat und Skoda. Bereits im März hatten VW und Cupra wegen Batterieproblemen weltweit mehr als 90.000 Fahrzeuge zurückgerufen, davon 28.000 in Deutschland.
Auch andere Hersteller waren in den vergangenen Monaten und Jahren mit Problemen bei Hochvoltbatterien konfrontiert. Mercedes musste zahlreiche EQA- und EQB-Fahrzeuge wegen möglicher Batteriebrände zurückrufen.
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