Deutschland finanziere einen Teil der Technik und bestehe deshalb darauf, dass der Dienst funktioniere, sagte Wadephul, wie t-online berichtete. Die Unterstützung für die Ukraine müsse vollständig weitergegeben werden.
Nach Angaben der Bundesregierung flossen von 2022 bis 2025 insgesamt rund 19,65 Millionen Euro aus dem Bundeshaushalt an Starlink. Musk habe die Verantwortung an die US-Regierung weitergegeben.
Wadephul sagte, es gebe noch kein vollständiges Bild und nicht alles habe funktioniert. Deutschland habe auch Fragen an die amerikanischen Verbündeten, die aufgeklärt werden müssten.
Mit Blick auf US-Präsident Donald Trump sagte der Außenminister, er ordne manche Entwicklungen auch vor dem Hintergrund der für Trump schwierigen Midterm-Wahlen ein. Den Dieseldeal Trumps mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin solle man aus diesem Grund nicht überschätzen.
Ernstgemeinte Friedensverhandlungen mit Russland gebe es derzeit noch nicht, sagte Wadephul. Putin sei dazu nicht bereit. Der Gesprächsfaden werde wieder aufgenommen, sagte Wadephul. Deutschland sei zu Gesprächen bereit; das habe auch sein Treffen mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow Ende September in New York gezeigt.
Das Verhältnis zu den USA sei unter Trump mehr zu einem Zweckbündnis geworden, sagte Wadephul. Er hoffe, dass beide Seiten wieder zu einem freundschaftlichen Miteinander zurückkehrten.
Die Autorin Mareike Müller kritisierte, die Aussagen klängen, als habe man unendlich viel Zeit. Die Ukraine habe diese Zeit angesichts verstärkter Raketeneinschläge auch in Kiew nicht.
Wadephul sagte, die Lage für Russland sei derzeit ebenfalls nicht gut, und sprach von einem schrecklichen Sterben. Der Ukraine stehe ein sehr schwerer Winter bevor.
Wittig sagte, ihre Fraktion werde Siegmund nicht wählen.
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