In Syrien sind zwei Pipelines bei getrennten Vorfällen beschädigt worden. Betroffen waren eine Gasleitung in der Provinz Hasaka und eine Leitung für Ölprodukte zwischen Baniyas an der Küste und Homs, berichtete Al Jazeera English unter Berufung auf staatliche Medien.
Die staatliche syrische Erdölgesellschaft teilte mit, dass an der Gasleitung Jbessa im Süden von Hasaka am späten Nachmittag eine Explosion stattgefunden habe. Die Leitung sei bei einem Sabotageangriff angegriffen worden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur SANA. Weder SANA noch die Erdölgesellschaft nannten einen Verdächtigen oder eine verantwortliche Gruppe.
Bereits Stunden zuvor war im Gebiet Hadida westlich von Homs ein Loch in der Baniyas-Homs-Pipeline entdeckt worden. Nach Angaben von Oday al-Satouf, dem Leiter des Medienbüros der Erdölgesellschaft, sei dabei Treibstoff ausgelaufen. Einsatzkräfte hätten den betroffenen Abschnitt abgeriegelt und die Umgebung gesichert. Dazu seien die Ventile auf beiden Seiten der beschädigten Stelle geschlossen worden. Die Reparaturen hätten begonnen, weitere Teams überwachten die Sicherheitslage. Staatliche Medien vermuteten einen Zusammenhang mit einem Versuch, Treibstoff zu stehlen.
Al-Satouf sagte SANA zufolge, Gas werde über alternative Wege weiterhin Kraftwerke erreichen. Die Versorgung des Landes mit Gas für den Inlandsbedarf sei nicht beeinträchtigt.
Vor mehr als einer Woche hatte die Erdölgesellschaft mitgeteilt, dass eine Ölleitung nahe Tal Hamis in der nordöstlichen Provinz Hasaka bei einem Sabotageangriff beschädigt worden sei. Die Behörden hätten die Verantwortlichen festgenommen.
Ende September war zudem eine Gasleitung zwischen al-Schula und Deir as-Saur im Osten in Brand geraten. Hisham al-Saleh, ein Verantwortlicher des Unternehmens für den Gassektor, sagte, der Gasdruck in der Region sei während der Löscharbeiten gesunken.
Syrien arbeitet daran, seine Energieinfrastruktur wiederherzustellen und die heimische Ölproduktion zu steigern. Dazu gehört die Wiederaufnahme des Betriebs von Ölfeldern in Hasaka, die Raffinerien in Homs und Baniyas versorgen sollen. Im Januar hatte die Erdölgesellschaft angekündigt, Rohöl aus kürzlich zurückgewonnenen Feldern zu den beiden Raffinerien transportieren zu wollen.
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