Vertreter der Jüdischen Studierendenunion Deutschland (JSUD) berichten nach einer Aktion gegen den AfD-Landtagsabgeordneten Hans-Thomas Tillschneider von zunehmenden Anfeindungen und Morddrohungen. Die Studierenden hatten Tillschneider den Zugang zu einer Gedenkveranstaltung in der Synagoge in Halle verwehrt. Darüber berichtete n-tv.
JSUD-Vorsitzender Ron Dekel sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, seit der Aktion vor der Synagoge gebe es deutlich mehr Hass und Anfeindungen. Diese reichten bis zu Morddrohungen. Die Aktion habe sich am Gedenktag für die Opfer des antisemitisch motivierten Anschlags auf die Synagoge vor sieben Jahren ereignet.
Dekel verteidigte das Vorgehen. Rechtsextremisten hätten in einer Synagoge nichts zu suchen, sagte er. Menschen, die einen solchen Anschlag durch ihre Rhetorik erst möglich gemacht hätten, sollten seiner Ansicht nach nicht vor Überlebenden und Angehörigen von Opfern stehen, während diese trauerten.
Die JSUD habe in den vergangenen drei Jahren vor allem auf linken Antisemitismus an Universitäten aufmerksam gemacht. Die Linkspartei stelle in Berlin in Teilen eine erhebliche Gefahr für jüdisches Leben dar und sei teilweise antisemitisch, sagte Dekel.
Es sei falsch, dass Parteien den Antisemitismusvorwurf für ihre jeweiligen politischen Zwecke instrumentalisierten.
Bei der Landtagswahl im September gewann sie. Tillschneider ist Vizepräsident des neuen Landtags in Magdeburg.
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