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Irische Tech-Gewerkschaft verzeichnet Zulauf wegen KI-Kündigungen

In Irland treten deutlich mehr Beschäftigte aus der Technologiebranche einer Gewerkschaft bei. Hintergrund sind Entlassungswellen, die mit Investitionen in künstliche Intelligenz und dem Abbau pandemiebedingter Überbesetzung zusammenhängen.

Irische Tech-Gewerkschaft verzeichnet Zulauf wegen KI-KündigungenSymbolbild
Foto: StartupStockPhotos · Pixabay

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Gewerkschaft DATA wuchs seit 2023 auf mehr als 1.350 Mitglieder, nachdem sie zunächst etwa 270 hatte
  • Unternehmen bauen in Irland wegen KI Stellen ab, darunter TikTok rund 300 und Covalen mehr als 700
  • DATA fordert besseren Schutz bei KI-Kündigungen, verpflichtende Gewerkschaftsanerkennung und ein Verbot von Wechselklauseln

DUBLIN – In Irland schließen sich deutlich mehr Beschäftigte aus der Technologiebranche der Gewerkschaft Digital and Techworker Alliance (DATA) an. Der Zulauf fällt in eine Zeit, in der Unternehmen wegen Investitionen in künstliche Intelligenz Stellen abbauen, wie POLITICO berichtet.

Die Mitgliederzahl von DATA ist seit der Gründung im Jahr 2023 auf mehr als 1.350 gestiegen. In den ersten eineinhalb Jahren hatte sie bei etwa 270 gelegen. Organisator John Bohan sagte, die Zahl steige häufig im Zusammenhang mit Entlassungen und anderen Maßnahmen.

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Irland beherbergt die EU-Zentralen der meisten großen Technologiekonzerne. Nach Angaben des irischen Statistikamts arbeiteten dort mehr als 170.000 Menschen in der Technologiebranche. Zugleich haben Unternehmen ihre Belegschaften verkleinert, um Investitionen in KI zu finanzieren und die Effizienz zu steigern.

Meta hat seine Belegschaft in Irland seit Beginn der Pandemie ungefähr halbiert und dabei deutlich mehr als 1.000 Stellen gestrichen. Der Subunternehmer Covalen kündigte in diesem Jahr den Abbau von mehr als 700 Arbeitsplätzen an. TikTok teilte mit, rund 300 Stellen in Irland abzubauen, vor allem im Bereich Vertrauens- und Sicherheitsprüfung. Die Arbeit solle in andere Länder, zu ausgelagerten Dienstleistern oder auf automatisierte KI-Lösungen verlagert werden.

Die sozialdemokratische Abgeordnete Sinéad Gibney, die früher bei Google arbeitete, sagte, in Irlands Technologiesektor gebe es derzeit ein wachsendes Bewusstsein dafür, dass Beschäftigte nicht vor Arbeitsplatzverlusten geschützt seien. Teile ihrer Tätigkeiten würden automatisiert, wodurch mehr Menschen um dieselben Stellen konkurrieren müssten. Das könne nach ihrer Einschätzung zu einer Verschlechterung der Arbeitsqualität und zu mehr Verträgen ohne garantierte Arbeitszeit führen.

Der Internationale Währungsfonds warnte in einem Bericht, Irlands Arbeitsmarkt sei wegen des hohen Anteils von Beschäftigten in der Technologiebranche stärker als die Arbeitsmärkte vieler anderer fortgeschrittener Volkswirtschaften den Auswirkungen von KI ausgesetzt. Gleichzeitig entstehen neue Stellen, weil Unternehmen wie Anthropic und OpenAI Niederlassungen in Irland aufbauen und Beschäftigte großer Technologiekonzerne mit höheren Gehältern anwerben.

Ein Beschäftigter, der früher im Bereich Vertrauens- und Sicherheitsprüfung eines großen Technologiekonzerns tätig war, sagte, Entlassungen und kleinere Teams führten dazu, dass immer weniger Ressourcen für die Arbeit zur Verfügung stünden. Beschäftigte seien ständig von einem Abbau bedroht. Ein derzeit bei Covalen tätiger Arbeitnehmer sagte, Unternehmen würden Beschäftigte ersetzen, wenn sie glaubten, dies mit KI tun zu können. Die irische Regierung schütze nach seiner Einschätzung eher das Kapital der großen Technologiekonzerne als die Beschäftigten.

Bei einem internationalen KI-Gipfel, der im Rahmen der sechsmonatigen irischen EU-Ratspräsidentschaft stattfand, traten führende Vertreter großer Technologiekonzerne auf. Die Gewerkschaft war dort nur durch Fionnuala Ní Bhrógáin, die bei der Communications Workers’ Union für Organisation und Kampagnen zuständig ist, vertreten. Sie sagte, 36 Führungskräfte und Branchenvertreter hätten auf dem Programm gestanden, aber nur eine Gewerkschaftsvertreterin. Eine ernsthafte Debatte über die Zukunft der KI könne nur unter Einbeziehung der Beschäftigten und durch kollektive Verhandlungen stattfinden.

Die Gewerkschaft fordert einen besseren gesetzlichen Schutz für Beschäftigte, deren Stellen wegen KI wegfallen. Dazu gehören eine verpflichtende Anerkennung von Gewerkschaften bei Tarifverhandlungen und ein Verbot von Klauseln, die entlassenen Beschäftigten den Wechsel zwischen Subunternehmen großer Technologiekonzerne untersagen.

Das irische Unternehmensministerium erklärte, die Regierung wolle Tarifverhandlungen und die Arbeitsbeziehungen stärken und habe dafür einen Aktionsplan bis 2030 veröffentlicht. Arbeitgeber müssten bereits geltende Vorschriften zu Konsultationen und Mitteilungen bei Massenentlassungen einhalten. Beschäftigte könnten sich bei Verstößen an die Workplace Relations Commission wenden.

Der Abgeordnete Naoise Ó Cearúil von Fianna Fáil, der den KI-Ausschuss leitet, verwies zugleich auf einen Anstieg der Gesamtbeschäftigung in der Technologiebranche und verwandten Bereichen. Sie lag nach Angaben des zentralen Statistikamts im zweiten Quartal dieses Jahres bei mehr als 177.000 und damit über den rund 144.000 im gleichen Zeitraum 2021. Ó Cearúil sagte, viele der weggefallenen Stellen hätten den Bereich Vertrauens- und Sicherheitsprüfung betroffen. Für Beschäftigte, deren Jobs durch KI und Automatisierung gefährdet seien, forderte er ein nationales Unterstützungsprogramm.

Das Unternehmensministerium erklärte, der Technologiesektor habe sich in den vergangenen Jahren deutlich angepasst. Die Veränderungen seien im Allgemeinen Teil einer weltweiten Umstrukturierung und kein Hinweis auf eine spezifische Schwäche Irlands. Die Regierung konzentriere sich darauf, Beschäftigte und Unternehmen durch Investitionen in Bildung, Ausbildung, lebenslanges Lernen und digitale Fähigkeiten auf den technologischen Wandel vorzubereiten.

Dieser Beitrag wurde automatisiert auf Grundlage externer Nachrichtenquellen und unter Einsatz künstlicher Intelligenz erstellt. So arbeiten wir

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