Mehrere japanische Unternehmen haben am Freitag Datenlecks nach Cyberangriffen bekanntgegeben, wie The Japan Times berichtet. Der Logistikkonzern Yamato Transport teilte mit, dass 5,31 Millionen Datensätze persönlicher Informationen einiger Nutzer seines Dienstes mit aufgeschobener Zahlung kompromittiert wurden. Das Unternehmen hatte den Vorfall bereits am 29. September gemeldet.
Betroffen seien Namen, Adressen und Telefonnummern, die seit dem 1. Oktober 2018 über etwa acht Jahre erhoben worden seien. Der Wirtschaftsverlag Nikkei nannte etwa 1,83 Millionen Datensätze mit Namen, Adressen und E-Mail-Adressen, die kompromittiert worden seien, nachdem unbefugt auf einen für die Systementwicklung genutzten Cloud-Dienst zugegriffen worden sei.
Park24, die Muttergesellschaft des Betreibers des Carsharing-Dienstes Times Car, werde die Bilder von Ausweisdokumenten, darunter Führerscheine, bis Ende dieses Monats löschen, nachdem es zu einem Datenleck gekommen war. Künftig sollen solche Bilder unmittelbar nach Abschluss der Identitätsprüfung gelöscht werden. Dafür werde das interne Regelwerk überarbeitet.
Von rund 6,6 Millionen Datensätzen, die bei dem Cyberangriff auf den Times-Car-Betreiber betroffen waren, enthielten etwa 1,6 Millionen Bilder von Führerscheinen und anderen Dokumenten.
Die Bahngesellschaft Keio teilte mit, Cyberangreifer hätten behauptet, deren Informationen veröffentlicht zu haben, nachdem es Ende des vergangenen Monats zu einer Störung des Systems gekommen war. Externe Experten gehen davon aus, dass Keio Ziel eines Ransomware-Angriffs der internationalen Hackergruppe Qilin wurde.
Der Kosmetikhersteller Fancl und das verbundene Unternehmen Attenir meldeten ein Datenleck, von dem insgesamt etwa 830.000 Kunden betroffen sind.
Die Japan Post teilte mit, dass Informationen von etwa 600 Nutzern eines Online-Dienstes zur Anforderung von Nachforschungen zu nicht zugestellter internationaler Post möglicherweise kompromittiert wurden.
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