Die Europäische Union will mithilfe Künstlicher Intelligenz vor allem ihre Wirtschaft ankurbeln und zu den USA und China aufschließen, wie DW Deutsch berichtet. Im KI-Wettlauf liegen die beiden Länder weit vorn. Beim Internationalen KI-Gipfel in Dublin in dieser Woche sollte nach dem Willen der Veranstalter ein deutliches Signal entstehen: Europa sieht sich bereit für seine KI-Revolution.
Mehr als 1500 Gäste wurden erwartet, darunter Demis Hassabis, Mitgründer und Vorstandsvorsitzender von Google DeepMind, sowie Brad Smith, Präsident von Microsoft.
Im Mittelpunkt stand die Frage, wie KI die schwächelnde europäische Wirtschaft wieder in Schwung bringen, Innovationen fördern und Europa an die USA und China heranführen kann. Damit diese Versprechen zu verlässlichen Dienstleistungen werden, seien jedoch umfangreiche Tests und Validierungen nötig.
Irland hat ein großes eigenes Interesse an diesem Thema. Damit trugen sie 87 Prozent der gesamten irischen Einnahmen bei.
In Europa waren es 21 Milliarden US-Dollar, umgerechnet 18,6 Milliarden Euro.
O'Sullivan hält es für richtig, dass Europa auf eigene Stärken setzt, etwa auf Industrierobotik und spezialisierte Anwendungen. Die Nutzung ausländischer KI-Modelle könne europäische Unternehmen schneller vorankommen lassen.
Die EU-Vertreter betonten auf dem Gipfel, es seien inzwischen Regelwerke geschaffen worden, um die Vorteile der KI zu nutzen und ihre Risiken zu begrenzen.
Kritiker sind dagegen der Ansicht, Schutzmaßnahmen würden unter dem Druck des internationalen Wettbewerbs aufgeschoben. O'Sullivan hält Regulierung und Innovation nicht für einen Widerspruch.
Die Demonstrierenden vor dem Tagungsort zeigten sich von den Zusicherungen aus Politik und Technologiebranche wenig überzeugt. Paul Murphy, Abgeordneter der sozialistischen Partei People Before Profit in Irland, sagte der DW, die europäischen Vorschriften seien zwar strenger als jene in den USA, die Messlatte liege insgesamt aber weiterhin niedrig.
Die Gewerkschaftsvertreterin Fionnuala Ní B. gehörte zu den wenigen kritischen Stimmen auf der Konferenzbühne. Sie stellte die Frage, wem höhere Produktivität letztlich zugutekommt. Optimierung könne den Druck auf Beschäftigte erhöhen. Murphy befürchtet ebenfalls, dass Beschäftigte schneller arbeiten müssen, mit weniger Autonomie und stärkerer Überwachung.
In Irland ist die Frage der Ressourcen besonders brisant. Rechenzentren verbrauchten im Jahr 2025 23 Prozent des gemessenen Stroms im Land. Murphy argumentiert, ein weiterer Ausbau erhöhe die Stromkosten für Haushalte und gefährde die Klimaziele.
Smith erklärte, es brauche Gesetze und Regulierung.
Auf und neben der Bühne herrschte Einigkeit darüber, wie schwierig es sein kann, zunehmend autonome Systeme unter Kontrolle zu halten. Zusicherungen der Entwickler allein könnten Sicherheit nicht garantieren. Auch Regulierung werde nicht jedes Risiko ausschließen können, doch O'Sullivan und Murphy halten sie für unverzichtbar.
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