Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko hat in Berlin an die Solidarität Europas im Krieg gegen die Ukraine appelliert. Wie die WELT berichtete, richtete der 55-Jährige seine Botschaft per Video an die Gäste einer Preisverleihung in der deutschen Hauptstadt.
Ursprünglich hatte der frühere Box-Weltmeister vorgehabt, den European Future Award persönlich entgegenzunehmen. Die Lage in Kiew habe sich jedoch dramatisch zugespitzt, weshalb er vor Ort bleiben müsse.
Die Ukraine wehrt sich seit mehr als viereinhalb Jahren mit westlicher Hilfe gegen eine großangelegte russische Invasion. Klitschko erklärte, er erlebe derzeit Tag und Nacht, wie stark der Beschuss geworden sei. Getroffen würden Brücken, Kraftwerke, Schulen, Kindergärten sowie Kranken- und Wohnhäuser.
Damit wolle der Kremlchef, wie der Bürgermeister weiter sagte, für Millionen Flüchtlinge in Europa sorgen. Putin setze darauf, dass Europa die Ukraine im Stich lasse und das Land kapituliere. Dazu werde es nach Klitschkos Worten nie kommen.
Für seine Videobotschaft habe er Standing Ovations erhalten.
Die Jury begründete die Ehrung damit, dass Klitschko als Bürgermeister der ukrainischen Hauptstadt das Recht der Menschen verteidige, frei und selbstbestimmt zu leben.
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