Im ölreichen Westen Kanadas stimmen die Menschen in der Provinz Alberta heute über ein mögliches Unabhängigkeitsreferendum ab, wie die tagesschau berichtet. Die Separatistenbewegung ist in den vergangenen Jahren stärker geworden und wird auch von US-Präsident Donald Trump unterstützt.
Kanadas Premierminister Mark Carney kämpft seit mehr als einem Jahr gegen die Zollpolitik Trumps. Er wehrt sich zudem gegen Trumps Bestrebungen, Kanada zu annektieren. Carney kann sich zwar auf die Mehrheit der Kanadier stützen. Die wirtschaftlichen Probleme, die Trumps Zölle verursachen, verschaffen den separatistischen Kräften jedoch Auftrieb.
Auch in der französischsprachigen Provinz Québec gibt es starke Separatisten. Dort hat die Parti Québécois kürzlich erstmals seit 2014 wieder die Macht erobert.
Die Abspaltungsbewegung in Alberta ist dagegen vergleichsweise jung.
Nach Einschätzung der tagesschau sind das erstaunlich viele.
Smith nutzt die Volksabstimmung nach dieser Darstellung jedoch als Druckmittel gegenüber Carney. Sie will erreichen, dass seine Regierung mehr für Alberta tut.
Carney, damals Chef der Bank of England, warnte die Separatisten deshalb vor einer gefährlichen Illusion. Er habe aus nächster Nähe erlebt, dass viele Briten damals auf eine bessere Verhandlungsposition gegenüber Brüssel gehofft hätten. Jetzt, zehn Jahre später, versuchten sie mühsam, das rückgängig zu machen, was sie damals tatsächlich erhalten hätten.
Unterstützung erhält die Abspaltungsbewegung laut Bericht in den sozialen Medien durch russische Einflussnahme. Noch direkter unterstützen sie Trump und die MAGA-Bewegung.
Carney, der selbst aus Alberta stammt, ist in den vergangenen Wochen in die Gegenoffensive gegangen.
Nichts davon könne jedoch gelingen, wenn das Land gespalten sei, sagte Carney. Große Projekte ließen sich nicht über Trennlinien errichten. Kanada müsse stark sein, und gemeinsam sei das Land stärker.
Das Ergebnis der Volksabstimmung ist rechtlich nicht bindend.
Kommentare (0)