Die Universität Innsbruck schlägt wegen des von der Bundesregierung bekanntgegebenen Budgets für die Jahre 2028 bis 2030 Alarm.
Sexl sagte, es sei offenbar nicht gelungen, die Dramatik deutlich zu machen.
Sexl erklärte, man habe bereits im März Gespräche mit den Fakultäten begonnen und mögliche Kürzungen durchdiskutiert. Sie hoffe, ohne Kündigungen auszukommen. Das würde vor allem die befristeten Stellen und damit die Nachwuchswissenschaftler treffen.
Weihs, der ab März 2027 das Rektorat übernehmen wird, relativierte die Zahl. Die 580 sei eine Kopfzahl, so werde es wohl nicht werden. Zugleich müssten alle laufenden Studienprogramme so bedient werden, wie es vorgesehen sei.
Sie erläuterte, die Berufung eines Experimentalphysikers sei teuer, weil dieser ein Labor und Instrumente benötige. Aus ihrer Sicht gebe es bei den Geisteswissenschaften deshalb kein Sparpotenzial. Diese seien zudem das Fundament einer Demokratie, betonte die Rektorin, und sprach mit Blick auf das Parlament von einem Geisteswissenschaften-Bashing.
Sexl sah außerdem den Standort Österreich bedroht. Die Kürzungen würden daher auch die Wirtschaft treffen.
Bedrohte Studiengänge wolle man durch Kooperationen mit anderen Universitäten erhalten. Konkret betreffe das die Musikwissenschaft, die in einer Kooperation zwischen Innsbruck und Salzburg angeboten werde. Studiengebühren stünden derzeit nicht zur Debatte. Wie es hieß, könnten sie ohnehin kein Budgetloch stopfen, und darüber könne nur die Bundesregierung entscheiden.
Einen Sparkurs fahre die Universität bereits seit einiger Zeit. Studiengänge rückten räumlich enger zusammen, um bei der Miete externer Gebäude zu sparen. Aus Sicht der Universitäten wären allein zur Inflationsabgeltung 18 Milliarden Euro notwendig gewesen.
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