Zwischen Januar und Juni gingen 3.027 Meldungen ein, 138 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Zahl übersteigt damit die Meldungen des gesamten Jahres 2025.
Die Behörde führt den Anstieg auf die wachsende Cyberkriminalität zurück. Sie verweist außerdem auf Bedrohungen, die bereits in früheren Zeiträumen beobachtet wurden. Ransomware, also Programme, mit denen Kriminelle Computer sperren und für deren Freigabe ein Lösegeld verlangen, verursache weiterhin Datenpannen bei Organisationen verschiedener Branchen. Sie könne sowohl die Verfügbarkeit als auch die Vertraulichkeit von Daten gefährden.
Im März stellte die Behörde fest, dass ein Vorfall bei einem einzigen Auftragsverarbeiter eine Datenpanne bei mehreren Verantwortlichen ausgelöst hatte. Dessen Identität nannte die AEPD nicht. Im Juli trugen Meldungen aus Hotels und deren Auftragsverarbeitern zum Anstieg bei. Dabei handelt es sich meist um Anbieter von Software zur Verwaltung von Reservierungen. Bei vielen dieser Pannen verschafften sich nicht berechtigte Dritte Zugang zu Kundendaten und Buchungsinformationen, die anschließend für Betrugsversuche genutzt werden können.
Gerade bei hohem Risiko sei diese Information entscheidend, damit Betroffene die Gefahr mit Blick auf ihre persönlichen Umstände einschätzen und passende Schritte unternehmen könnten. Im ersten Halbjahr habe es nach Angaben der AEPD mehr als 71 Millionen Mitteilungen an Betroffene gegeben, bei denen die Möglichkeit eines hohen Risikos bestand.
Für Organisationen, die von einer Datenpanne betroffen sind, stellt die Behörde zwei Hilfsmittel bereit. Asesora Brecha unterstützt bei der Frage, ob eine Meldung ohne unangemessene Verzögerung an die Behörde nötig ist. Comunica-Brecha RGPD hilft bei der Entscheidung, ob die betroffenen Personen informiert werden müssen.
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