Bei der SPD kursieren bislang nur Namen für den Vorsitz. Handfeste Bewerbungen gibt es noch nicht, wie die tagesschau berichtet, dafür einige Absagen. Verteidigungsminister Boris Pistorius und die saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger haben bereits abgewunken. Genannt werden außerdem Manuela Schwesig und Hubertus Heil.
Zugleich betonte der Niedersachse, nicht an seinem Amt zu kleben. Die Co-Vorsitzende Bärbel Bas erhielt 95 Prozent.
Manuela Schwesig wird zugetraut, den Vorsitz auch ohne Partner an der Spitze zu übernehmen.
Juso-Chef Philipp Türmer sieht viel Zuspruch für Schwesig. Viele Genossinnen und Genossen wünschten sich ein klares sozialdemokratisches Profil von der Führungsspitze, dazu gehörten auch Zeit für die Partei und ein Gespür für das, was die Mitglieder an der Basis bewegt. Die Regierungsarbeit lasse sich nach seiner Einschätzung nicht mit dem verbinden, was sich die Mitglieder wünschen.
Türmer räumt selbstkritisch ein, dass es bei strategischen Fragen viele Leerstellen gebe. Ein neues Grundsatzprogramm werde gerade erarbeitet, bis zum Parteitag Mitte Januar in Bremen werde es jedoch nicht fertig sein. Dort will sich die SPD neu aufstellen.
Klingbeil hatte Anfang des Jahres gesagt, die Partei dürfe nicht im Status quo verharren und sich nicht an der Vergangenheit festhalten. Er verordnete seiner Partei Mut zu Reformen. Beim Parteitag im Januar dürfte vieles infrage gestellt werden: die Doppelspitze, der Proporz und der Umgang mit Frauen in der Führungsspitze.
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