Die Verkehrsminister der Länder wollen für Menschen, die Busse und Bahnen nur ab und zu nutzen, ein eigenes Angebot schaffen. Wie Spiegel Online unter Berufung auf die Düsseldorfer »Rheinische Post« berichtet, soll auch dieses Ticket deutschlandweit gelten. Grundlage sei eine Beschlussvorlage für die bevorstehende Konferenz der Verkehrsminister.
Der Vorschlag stammt demnach aus Nordrhein-Westfalen und Hamburg. Vorgesehen sei ein sogenannter In/Out-Tarif. Fahrgäste würden zu Beginn ihrer Fahrt per Smartphone einchecken und beim Aussteigen wieder auschecken.
Nordrhein-Westfalen habe mit dem Angebot eezy.nrw bereits gezeigt, wie ein solches System funktionieren kann, sagte NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer, ein Grünen-Politiker. Der digitale Tarif wähle automatisch den günstigsten Preis pro Strecke aus. Zudem sei der Monatsbetrag nach oben begrenzt, sodass ein Monat nie teurer werde als mit dem Deutschlandticket.
Nach Krischers Worten soll Nordrhein-Westfalen die konkrete Ausgestaltung des neuen Tickets übernehmen. Wer nur gelegentlich unterwegs sei, solle ähnlich einfach und günstig fahren können wie Vielfahrer mit dem Deutschlandticket, sagte er.
Die Verkehrsminister der Länder kommen im bayerischen Schwangau zusammen. Auf dem Programm stehen vor allem Finanzierungsfragen im öffentlichen Nahverkehr. Dazu zählen die Belastung der Verkehrsunternehmen durch die Schienenmaut sowie eine mögliche Anhebung der Regionalisierungsmittel. Diese Mittel stellt der Bund den Ländern jährlich zur Finanzierung des Schienenpersonennahverkehrs zur Verfügung.
Kommentare (0)