Vor der geplanten Reform der Sozialhilfe hat die Kleine Zeitung die vorliegenden Daten zusammengetragen. Im Jahresdurchschnitt 2024 bezogen laut Statistik Austria 205.781 Menschen Sozialhilfe. Die Daten für 2025 sollen im November folgen. Gegenüber 2023 sind das fast 16.000 Personen mehr, gegenüber 2017 allerdings 34.000 weniger.
Die Gruppe der Bezieher ist vielfältiger, als viele annehmen. Darunter sind auch 1.700 Lehrlinge. Den Großteil bilden mit fast 190.000 Personen Nicht-Erwerbstätige, die nicht zwingend arbeitslos sind, weil auch Kinder dazugehören.
In Kärnten lebten 3.308 Bezieher.
Auch unter den arbeitslosen Beziehern zeigt sich die Konzentration auf Wien: Mehr als drei Viertel lebten 2024 dort. Genauer spricht man von Bedarfsgemeinschaften, da Wohngemeinschaften als mehrere solche Gemeinschaften gewertet werden können. Die meisten davon, nämlich 72.330, sind alleinstehende Erwachsene. Österreich zählt allerdings 1,6 Millionen Ein-Personen-Haushalte. Dem stehen 16.000 Alleinerziehende gegenüber, meist Frauen.
Nach Staatsangehörigkeit betrachtet sind Personen aus Drittstaaten stark überrepräsentiert.
Wien verwehrt seit diesem Jahr subsidiär Schutzberechtigten den Zugang zur Sozialhilfe. Die Zahl dürfte nach Einschätzung der Kleinen Zeitung deshalb schon merklich gesunken sein.
Die Regierung will mit der angepeilten Reform ansetzen. Künftig soll der Anspruch auf die volle Sozialhilfe nur bestehen, wenn Deutschkenntnisse oder ein Pflichtschulabschluss nachgewiesen werden.
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