Der Facebook-Konzern Meta hat im dritten Quartal einen deutlichen Gewinneinbruch verzeichnet. Wie n-tv berichtet, legte das Unternehmen seine Zahlen nur wenige Stunden nach einem Urteil vor, mit dem eine Milliardenstrafe gegen den Konzern verhängt wurde.
Die Belastung rührt aus einem Vergleich in einem US-Prozess um Jugendschutz. Im August hatte sich Meta bereit erklärt, insgesamt bis zu 18 Milliarden Dollar zu zahlen, um ein Verfahren beizulegen. Dabei ging es um das angebliche Suchtpotenzial der Plattformen Facebook und Instagram.
Je Aktie blieb ein Gewinn von 3,83 Dollar übrig, der Gewinn hat sich damit halbiert. Ohne die Lasten aus dem Vergleich hätte der Wert dagegen bei 7,40 Dollar gelegen.
Beim Umsatz zeigte sich der Konzern deutlich stärker. Die Erlöse kletterten auf 64,6 Milliarden Dollar, nach einem Plus von rund einem Viertel. Das Anzeigengeschäft auf Facebook und Instagram läuft nach den Zahlen weiterhin sehr gut.
Für den Ausbau seiner KI-Infrastruktur rechnet Meta nun mit Ausgaben zwischen 135 und 145 Milliarden Dollar. Zur Finanzierung will der Konzern neue stimmrechtslose Aktien ausgeben, womit sich Firmengründer und Konzernchef Mark Zuckerberg die Kontrolle sichert.
Dem Urteil zufolge habe Meta Nutzer im Zusammenhang mit dem Datenskandal um Cambridge Analytica getäuscht. Meta will gegen das Urteil Berufung einlegen.
Zuckerberg zeigte sich zuversichtlich. Die Investitionen zahlten sich aus, das Kerngeschäft sei stark, und auf breiter Front zeige sich eine hohe Dynamik. Analysten hatten im Schnitt 73,73 Milliarden Dollar erwartet, nachbörslich stiegen die Meta-Aktien um rund fünf Prozent.
Es gilt die Unschuldsvermutung.
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