Wiener Wissenschafter haben nun untersucht, wie verbreitet posttraumatische Belastungssymptome bei Betroffenen sind.
Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Epidemiology and Psychiatric Sciences veröffentlicht. Amelie F. von der Klinischen Abteilung für Hämatologie und Hämostaseologie der MedUni Wien am AKH schrieb die Arbeit gemeinsam mit weiteren Co-Autoren. Die Forscher verweisen darauf, dass umfassende epidemiologische Daten zu einzelnen Krebsarten selten vorhanden seien. Zugleich handle es sich keineswegs um ein seltenes Problem, denn in Österreich leben rund 400.000 Menschen mit der Diagnose einer Krebserkrankung.
Für die Erhebung befragten die Wissenschafter 4.013 Patienten in ambulanter Versorgung, die an Tumorleiden oder an hämatologischen Malignomen litten. Eingesetzt wurde eine standardisierte und wissenschaftlich validierte Erhebung, die sogenannte PTSS-8-Cancer-Skala. Parallel dazu erfassten die Forscher soziodemografische, klinische und psychosoziale Umstände der Betroffenen.
Am häufigsten war dies bei Brustkrebs mit 39,7 Prozent der Fall, gefolgt von weiblichen Genitaltumoren mit 37,2 Prozent und Kopf-Hals-Tumoren mit 36,1 Prozent.
Frauen sind den Angaben zufolge häufiger von diesen psychischen Problemen betroffen als männliche Krebspatienten.
Zudem sollte die Einbindung von Versorgungsmodellen so gestaltet werden, dass mögliche traumatische Belastungen berücksichtigt werden. Damit ließe sich, so die Autoren, erheblichen psychischen Belastungen eines beträchtlichen Teils der Bevölkerung begegnen.
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