Drei Tanker mit russischem Diesel haben nach Angaben von Vize-Ministerpräsident Alexander Nowak den russischen Hafen Primorsk verlassen und fahren nach Nordamerika. Nowak äußerte sich am Freitag, wie die Hindustan Times berichtet. Es wäre die erste Lieferung russischen Diesels in die USA seit 2023.
Die Lieferung folgt zwei Wochen, nachdem US-Präsident Donald Trump nach einem Telefonat mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin einen Dieselhandel mit Moskau angekündigt hatte. Der Deal wird als Versuch gewertet, die hohen Kraftstoffpreise in Amerika vor den Zwischenwahlen zu senken.
Nowak habe der Nachrichtenagentur Reuters gesagt, die ersten drei Tanker seien bereits unterwegs zur Ostküste des Atlantiks. Sie erhielten dabei erhebliche Unterstützung durch den Russischen Direktinvestitionsfonds RDIF. Laut dem Unternehmen Kpler hat ein erster Tanker am Freitag signalisiert, dass er New York ansteuert. Die Ankunft ist für den 7. November vorgesehen, wie die Associated Press berichtete.
Die Ankündigung des Dieselgeschäfts hatte in der Ukraine für Empörung gesorgt. Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte den Deal als schwache Entscheidung starker Partner kritisiert. Auch in den USA gab es Kritik von Republikanern und Demokraten, und Trump wird vorgeworfen, US-Gesetze verletzt zu haben.
Sie hatte im vergangenen Monat ein umfassendes Sanktionspaket unterzeichnet, das bis zu 100 Prozent Zölle auf die fünf größten Käufer russischer Energie vorsah. Diese Maßnahmen wurden später auf Eis gelegt.
Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte, der erste Öltanker sei zu den Kunden ausgelaufen, und regelmäßige Lieferungen würden folgen. Nowak hatte zu Beginn der Woche erklärt, die erste Sendung mit drei Tankern umfasse 40.000 Tonnen Diesel, berichtete die russische Agentur Interfax. Das entspreche etwa 300.000 Barrel.
Laut AP entspricht das etwa sieben Prozent der rund vier Millionen Barrel Diesel, die die US-Wirtschaft an einem einzigen Tag verbraucht. Nowak hatte außerdem gesagt, russische Unternehmen könnten im Oktober 500.000 metrische Tonnen in die USA liefern. Trump hatte bei der Ankündigung erklärt, Russland werde sofort mehr als 300.000 Tonnen Diesel liefern, im November weitere 500.000 Tonnen und danach unmittelbar eine Million Tonnen.
Sie hätten Indien und vier weitere Staaten treffen können, die russisches Öl und Gas kaufen. Das Repräsentantenhaus hatte das Gesetz einen Monat zuvor verabschiedet, es hätte Trump die Möglichkeit gegeben, bis zu 100 Prozent Zölle auf die fünf größten Käufer russischer Energie zu erheben.
Die Sanktionen gegen Russland und seine Wirtschaftspartner wurden unter Verweis auf nationale Interessen bis auf Weiteres ausgesetzt. Die Sekundärsanktionen des Gesetzes seien lediglich aufgeschoben, sodass Trump das Gesetz gegen diese Länder jederzeit einsetzen könne.
Die Diesellieferung ist eine von mehreren Erleichterungen, die Trump Moskau gewährt hat. Sie fällt in eine Phase, in der sich Trumps Verhältnis zu Selenskyj verschlechtert hat. Der US-Präsident wirft diesem vor, den Konflikt mit Russland nicht beenden zu wollen.
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