Der Ölpreis ist auf ein Fünfmonatshoch gestiegen, während sich der Gaspreis seit Jahresbeginn mehr als verdreifacht hat. Wie die Kleine Zeitung berichtet, treibt der Iran-Krieg die Energiepreise derzeit wieder nach oben. Am Freitag kletterte der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent zeitweise auf über 114 US-Dollar.
Auch beim Erdgas zeigt die Kurve steil nach oben. Der richtungweisende Terminkontrakt TTF überschritt in dieser Woche erstmals seit Ende 2022 die Marke von 90 Euro je Megawattstunde. Am Freitag lag er bei fast 94 Euro.
Hinzu kommt eine steigende Nachfrage, denn Deutschland und andere EU-Länder wollen ihre Gasreserven vor dem Winter auffüllen. Die deutschen Gasspeicher sind derzeit zu 61,1 Prozent gefüllt, die österreichischen zu 68,6 Prozent.
Das Wetter ist wechselhaft, das Preisniveau bleibt hoch. Die Entwicklung auf den Rohölmärkten deutet nicht auf eine Entspannung hin.
Die E-Control überwacht die Spritpreisbremse. Eine Sprecherin erklärte, die Preise würden weitergegeben, und die Meldungen an die E-Control erfolgten korrekt.
Dominik Graf, Verkehrswirtschaftsexperte des ÖAMTC, rechnet in den Herbstferien nicht mit zusätzlichen Preissprüngen durch den Ferieneffekt. Anders als in den Sommerferien seien solche Aufschläge diesmal nicht zu erwarten.
Die Entlastung durch die Spritpreisbremse ist an den Tankstellen laut Graf nur teilweise spürbar. Die angekündigte Gesamtentlastung liegt bei 12,2 Cent pro Liter, davon zehn Cent seit Anfang Oktober zusätzlich.
Ob die Preise stärker hätten sinken müssen, lasse sich wegen der Schwankungen am Rohölmarkt schwer beurteilen, sagt Graf.
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