Der Aargauer Regierungsrat Jean-Pierre Gallati will in den Bundesrat einziehen. Wie 20 Minuten berichtet, hat er seine Kandidatur am Freitag in letzter Minute bekanntgegeben. Hintergrund ist der Rücktritt von Guy Parmelin, für dessen Nachfolge die SVP eine Frau oder einen Mann sucht. Gallati gilt als möglicher Kandidat für den frei gewordenen Sitz.
Der 60-Jährige sitzt in der Aargauer Regierung. Dazu gehört auch der Asylbereich. Bei Asyl und Soziales ist Gallati nach Darstellung der Quelle restriktiver und folgt dabei der Linie seiner Partei.
Als Fraktionschef im Aargauer Kantonsrat galt Gallati als SVP-Hardliner.
Damit dürfte er sich in Bundesbern innerhalb der Partei wenig Sympathien erworben haben, schreibt 20 Minuten. Sollte er auf das Ticket kommen, könnte ihm sein beruflicher Hintergrund im Justizdepartement (EJPD) oder im Verteidigungsdepartement (VBS) zugutekommen, meint die Zeitung.
Während der Pandemie kamen die Differenzen zwischen den beiden offen zum Vorschein. Sie stritten öffentlich, und nachdem Glarner sich zum Ukraine-Krieg geäussert hatte, bezeichnete Gallati ihn als «Putin-Verehrer».
Über sein Privatleben ist wenig bekannt. Er lebt in Wohlen AG und ist in sozialen Medien nicht präsent.
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