Die Feuerwerksinitiative will lautes Feuerwerk in der ganzen Schweiz im Grundsatz verbieten. Wie 20 Minuten berichtet, wurde das Anliegen am Freitagabend in der SRF-«Arena» diskutiert, wobei sich zeigte, dass die Positionen bei Tierschutz, Föderalismus und Gewerbe weit auseinanderliegen.
Bundesrat Albert Rösti hält die Initiative für übers Ziel hinaus. Negative Folgen des Feuerwerks streite der Bundesrat nicht ab, das Anliegen sei für ihn nachvollziehbar. Kantone, Städte und Gemeinden dürften Feuerwerk bereits heute beschränken oder ganz untersagen.
Roman Huber hält genau diese lokale Lösung für das Problem. Geknallt werde deutlich öfter, als es nur an zwei Abenden im Jahr der Fall wäre. Hätte jede Gemeinde eigene Regeln, würden Menschen einfach in die Nachbargemeinde ausweichen. Die Initiative ziele seiner Darstellung nach ohnehin nicht auf die offiziellen Grossfeuerwerke, sondern auf das wilde Knallen.
Sie störe sich jedoch am Weg über die Bundesverfassung. Es könne nicht sein, dass solche Dinge über die Verfassung geregelt würden, sagte sie. Aus ihrer Sicht wäre ein Gesetz der passendere Ort dafür.
Es gehe um Rücksicht gegenüber allen Lebewesen. Deutlicher äussert sich SP-Nationalrätin Anna Rosenwasser: Tiere würden teilweise aus dem Winterschlaf gerissen, und Menschen bekämen Panikattacken. Die Frage laute letztlich, Brauchtum und Feierfreude gegen den Schutz anderer abzuwägen.
Aus seiner Sicht bleibe offen, welche Feuerwerke künftig noch erlaubt wären. Was genau unter überregionalen Feuerwerken zu verstehen sei, fragte er. Eine klare Begriffsbestimmung dafür fehle bislang.
Hiesige Hersteller fertigten zudem vor allem leise Produkte, die weiterhin erlaubt blieben, wie die Aargauerin sagte. Für Kleinunternehmen auf dem Land sei das Produkt jedoch ein wichtiges Zusatzangebot.
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