Der Präsident für religiöse Angelegenheiten an der Großen Moschee und der Propheten-Moschee, Sheikh Dr. Abdulrahman Al-Sudais, hat die wiederholten Angriffe der jemenitischen Houthi-Miliz mit ballistischen Raketen und Drohnen auf Makkah und Madinah verurteilt. Das berichtete Arab News. Er warnte, dass die Sicherheit und Heiligkeit der beiden Heiligen Moscheen eine rote Linie bleibe, die nicht überschritten werden dürfe.
Die anhaltenden Angriffe zeigten das kriminelle Vorgehen der Miliz und ihre böswillige Absicht gegenüber Muslimen und deren heiligen Stätten, so Al-Sudais in einer Erklärung der staatlichen Saudi Press Agency. Er bezeichnete die Angriffe als grobe Verletzung der Scharia, die den Schutz heiliger Stätten gebiete, und als Verstoß gegen internationale humanitäre Normen.
Die Verurteilung folgte auf einen heftigen grenzüberschreitenden Beschuss am Vortag. Die saudische Luftverteidigung fing demnach zwei ballistische Raketen ab, die von den Houthis in Richtung der Regionen Makkah und Madinah abgefeuert worden waren. Die saudische Generaldirektion für Zivilschutz teilte mit, dass ihre Einsatzteams herabfallende Trümmer in mehreren westlichen Orten beseitigten. Betroffen waren Wadi Al-Mughammas in Makkah, das Viertel Al-Nuzha in Jeddah, Wadi Jalil in Taif und das Masturah-Zentrum in Rabigh.
Auch in den frühen Morgenstunden blieben die Verteidigungskräfte in höchster Alarmbereitschaft. Laut Generalmajor Turki Al-Malki, Sprecher der von Saudi-Arabien geführten Koalition zur Wiederherstellung der Legitimität im Jemen, richteten die Houthis bewaffnete Drohnen gegen die Region Riad. Eine Drohne sei kurz nach 1 Uhr gestartet, eine zweite gegen 5 Uhr. Beide seien abgefangen und zerstört worden.
Kurz nach 6 Uhr löste der saudische Zivilschutz einen Alarm aus und warnte vor einer Luftbedrohung, die auf die Hauptstadt zielte. Die nächtlichen Drohnenangriffe setzten eine breit angelegte Angriffswelle fort, die bereits am Vortag begonnen hatte. Saudische Luftabwehrbatterien zerstörten damals zwei ballistische Raketen, die auf Taif und Yanbu gerichtet waren, eine anfliegende Rakete in Richtung Riad sowie eine Drohne in der Östlichen Region.
Trotz der erneuten Angriffe nahm der King-Khalid-Flughafen in Riad den Betrieb teilweise wieder auf. Zwei Wochen zuvor, bei einem Angriff der Houthis am 10. Oktober, waren 13 Menschen getötet und mehr als 300 verletzt worden. Die Flughafenverwaltung gab bekannt, dass Terminal 1 für Inlandsflüge und Terminal 2 für internationale Flüge nationaler Fluggesellschaften geöffnet sei. Reisende sollten ihre Flugdaten vor der Abfahrt zum Flughafen bestätigen.
Al-Sudais lobte die Verteidigungsbereitschaft des Königreichs. Die Angriffe würden die Stabilität Saudi-Arabiens nicht untergraben, sondern den Willen der Führung und der Streitkräfte stärken, heilige Stätten und Pilger zu schützen.
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