Die NEOS wollen die von ihnen geforderte Integrationslandkarte nach dänischem Vorbild einführen. Die Karte soll im neuen Integrationsgesetz festgeschrieben werden. Dieses Gesetz sei laut den NEOS inzwischen in Begutachtung geschickt worden.
Nach Angaben der Partei soll die Landkarte künftig jedes Jahr im Rahmen eines Segregationsberichts erstellt werden. Zuständig dafür wäre die Forschungskoordinationsstelle des für Integration verantwortlichen Bundesministeriums. Für die Erstellung müssten keine neuen Daten erhoben werden.
Außerdem soll sichtbar werden, in welchen Nachbarschaften und Zählsprengeln sich nach Ansicht der Partei Parallelgesellschaften bilden.
Mit diesen Informationen ließen sich Fördermaßnahmen gezielt einsetzen, so die Partei. Shetty bezeichnete die Landkarte als eine Art Kontrollinstrument für die Zukunft. Sie solle das Vertrauen der Bevölkerung stärken, weil über Jahre hinweg transparent sichtbar werde, wo Integration tatsächlich funktioniere.
Shetty zeigte sich außerdem überzeugt, dass mit dem neuen Gesetz eine langjährige Forderung der NEOS umgesetzt werde: Integration vom ersten Tag an. Deutsch- und Wertekurse sollen unmittelbar mit der Registrierung in der Grundversorgung beginnen. Auch Asylwerberinnen und Asylwerber mit hoher Bleibewahrscheinlichkeit sollen das Integrationsprogramm nutzen können, ohne den Ausgang ihrer Verfahren abzuwarten.
Das verpflichtende Programm ruhe auf drei Säulen: Deutsch, Werte und Arbeit, erinnerte Shetty. Jede Person bekomme einen individuellen Integrationsplan, dessen Einhaltung regelmäßig kontrolliert werde. Wer Integration mutwillig verweigere, müsse mit harten Sanktionen rechnen.
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