Der Anteil von Menschen mit Geburtsort im Ausland ist in Österreich im vergangenen Jahrzehnt um 4,6 Prozent gestiegen, wie die Salzburger Nachrichten berichten.
Zahlen des Integrationsfonds (ÖIF) zeigen, dass der Zuzug zu einem guten Teil ein städtisches Phänomen ist. Der Bezirk Wels-Stadt kommt auf 36,9 Prozent, die Bezirke Salzburg-Stadt und Innsbruck-Stadt auf jeweils 36,2 Prozent.
Nicht alle Zugewanderten stammen aus klassischen Flüchtlingsherkunftsländern. In Wien kommen mehr als 65,1 Prozent aus Drittstaaten.
Dahinter folgen Salzburg mit 22,2 Prozent und Tirol mit 21,5 Prozent. Am anderen Ende der Skala liegen das Burgenland mit 13,9 Prozent, Niederösterreich mit 15,1 Prozent und Kärnten mit 15,6 Prozent.
Bundesweit zählen Deutsche, Personen mit Wurzeln in Bosnien-Herzegowina und Personen aus der Türkei zu den drei stärksten Gruppen. Im Burgenland bilden die Ungarn mit Abstand die größte Gruppe, während Syrer dort nur auf Rang 13 liegen, knapp vor Schweizern. In Niederösterreich rangieren Syrer auf Rang zwölf, die stärkste Gruppe sind dort Rumänen.
Damit liegt diese Gruppe in Wien inzwischen auf Rang vier, hinter den Deutschen.
Dies hängt weniger mit Wanderungsbewegungen zusammen als mit der Fertilitätsrate. Im Jahr 2025 bekamen in Österreich geborene Frauen im Schnitt 1,19 Kinder, 2015 waren es 1,38. Im Ausland geborene Frauen brachten im Schnitt 1,57 Kinder zur Welt, 2015 waren es 1,92.
Eine Frau mit Wurzeln in der von der Statistik zusammengefassten Gruppe Afghanistan, Syrien und Irak kam im Vergleich dazu auf 3,63 Kinder.
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