Bundeskanzler Friedrich Merz ist zu seiner bisher längsten Auslandsreise als Kanzler aufgebrochen. Seine erste Station ist der Stadtstaat Singapur, anschließend reist er weiter nach Japan und Südkorea, wie n-tv berichtet. Zur gleichen Zeit ist Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zu einem viertägigen Staatsbesuch nach China gestartet.
Merz hob fünf Stunden nach Steinmeier vom Berliner Flughafen ab. Die beiden Reisen führen zu sehr unterschiedlichen Partnern. China ist nach den Angaben der Quelle der mit Abstand wichtigste Wirtschaftspartner Deutschlands in Asien, zugleich aber Wettbewerber und Systemrivale.
Merz kehrt erst am späten Freitagabend nach Berlin zurück, Steinmeier kurz darauf. Im Januar hatte er sich entschieden, zuerst Indien zu besuchen, das bevölkerungsreichste Land der Welt. China besuchte er erst wenige Wochen später.
Diese sogenannte Diversifizierung soll auch die dritte Asien-Reise vorantreiben. Ebenso gehe es um eine gemeinsame Vorstellung von internationaler Ordnung.
Merz wird von 30 Top-Managern begleitet. Dazu gehören nach Angaben der Quelle die Chefs von Siemens und Telekom sowie von Henkel.
Am Tag darauf will er mit Staatspräsident Xi Jinping sprechen.
Im Bundespräsidialamt heißt es, man wolle keine Abkopplung von China, sondern enge und belastbare wirtschaftliche Beziehungen, die im Interesse beider Seiten liegen. Dafür müssten Ungleichgewichte abgebaut werden.
Dieser hatte zuvor in Verhandlungen mit Chinas Handelsminister Wang Wentao erreicht, dass chinesische Exporte von Hybridautos nach Europa gedrosselt werden.
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