Bundeskanzler Friedrich Merz bricht am Montagmittag zu seiner bislang längsten Dienstreise seit Amtsantritt auf. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtete, führt ihn die Reise nach Singapur, Japan und Südkorea. Erst spät am Freitagabend wird er nach Berlin zurückerwartet. Merz hält seine Auslandsreisen sonst meist kurz und ist häufig noch am selben Abend wieder in Deutschland. Diesmal sitzt er über eine ganze Arbeitswoche im Ausland.
Alle drei besuchten Länder betrachte die Bundesregierung als Schicksalsgenossen.
Zugleich reist Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier nach China. Dass beide Reisen zeitgleich stattfinden, zeige, wie wichtig die Region für Deutschland sei, sagte die Bundesregierung. Einen anderen Zusammenhang gebe es nicht. Merz selbst war im Februar in Peking.
Damit knüpft er an Angela Merkel an, die diesen Vortrag 2011 als Bundeskanzlerin hielt. Merkel ging es damals vor allem darum, Sorgen wegen der Eurokrise zu zerstreuen. Der Grundton war, beflügelt vom Arabischen Frühling, optimistisch. Es liege auch im eigenen Interesse, sagte Merkel damals, dass sich möglichst viele Länder in Richtung Offenheit, Transparenz und Demokratie entwickelten.
Auf der Reise geht es nicht zuletzt ums Geschäft. Merz wird von einer großen Wirtschaftsdelegation aus Industrie, Technologie, Verteidigung und Energie begleitet.
Von Japan könne man zudem lernen, wie man unabhängiger von kritischen Rohstoffen aus China werde, heißt es aus der Bundesregierung.
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