Damit wächst der Druck auf Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), eine schnelle Entscheidung herbeizuführen. Er selbst wäre dabei.
Eine so klare Festlegung sei aber neu.
Aigner wäre eine Bundespräsidentin, die das Land zusammenführen könne, ohne bei der Demokratie auch nur einen Millimeter nachzugeben.
Merz begrüßte Aigner auf dem CSU-Parteitag in seiner Rede direkt nach Parteichef Markus Söder. Zu dem Vorschlag der Schwesterpartei positionierte er sich jedoch nicht.
CDU, CSU und SPD verfügen in der Bundesversammlung über eine Mehrheit von etwa 50 Stimmen.
Merz hat sich bisher nicht festgelegt. Im Juli äußerte er sich auf einer Pressekonferenz wohlwollend zu Aigner und nannte sie eine respektable und denkbare Bundespräsidentin. In der durch die Niederlagenserie bei den September-Wahlen gedemütigten CDU wollen jedoch viele den Anspruch auf den Posten nicht aufgeben.
Vor allem die CDU-Ministerpräsidenten wollen mitreden. CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann verwies in der „Abendzeitung“ auf mögliche Kandidaten in ihrer Partei. InstaNews hatte am 23. Oktober über die Unterstützung von Kretschmer und Bovenschulte für Aigner berichtet.
Sie müsse sich dem Druck beugen oder Merz eine Kandidatin finden, die alle überzeugen könne. Eine solche sei bislang nicht in Sicht.
Es dürfe nicht um Parteiarithmetik gehen. Nach 75 Jahren sei die CSU nicht automatisch an der Reihe. Entscheidend sei, wer Zukunftsmut, Zuversicht und Optimismus habe und das Land wieder verbinden könne. Die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen habe im vergangenen Jahr bereits abgewunken.
Er müsste dann jemanden finden, der mehr Überzeugungskraft hätte als Aigner. Das dürfte schwer werden.
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