Eine unabhängige Untersuchungskommission im Auftrag der Vereinten Nationen wirft Israel Verbrechen gegen die Menschlichkeit im besetzten Westjordanland vor, wie n-tv berichtet. Die Ermittler sprechen von Auslöschung, Folter und sexueller Gewalt, die israelische Behörden und die Armee in dem Palästinensergebiet begangen haben sollen. Im Gazastreifen setze Israel nach Darstellung der Kommission zudem Akte des Völkermords fort.
Oktober 2023 seien dort sechs Palästinenser durch Luftangriffe ums Leben gekommen. September 2026 seien es 254 gewesen, heißt es in dem Bericht.
Seit dem 7. Oktober führe Israel dort einen weitreichenden, systematischen Angriff auf die Zivilbevölkerung, den die Gewalt der Siedler verstärke.
Parallel läuft im Westjordanland eine israelische Großoffensive, die auf Anweisung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu gestartet wurde. InstaNews hatte am 24. Oktober über die Abriegelung Hebrons berichtet.
Laut der Zeitung Haaretz habe Generalstabschef Eyal Zamir den Einsatz schon am Samstag beenden wollen. Verteidigungsminister Israel Katz und Netanjahu hätten jedoch darauf gedrängt, die Bewohner weiter zu vertreiben und ihre Rückkehr in die Häuser zu verhindern.
Die Untersuchungskommission steht unter der Führung von Navi Pillay. Der UN-Menschenrechtsrat hatte sie 2021 eingerichtet. Bereits im vergangenen Jahr hatte die Kommission Israel Völkermord im Gazastreifen vorgeworfen. Israel habe darauf empört reagiert.
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