Trotz der Wiederaufnahme eines begrenzten Landhandels zwischen Iran und Pakistan stehen Tausende Lastwagen auf beiden Seiten der gemeinsamen Grenze fest. Wie Arab News unter Berufung auf die Nachrichtenagentur AFP berichtet, bestätigten Wirtschaftsvertreter aus dem Südwesten Pakistans die Lage gegenüber AFP.
Mir Naveed Jan Kalmati, Präsident der Handelskammer der Stadt Gwadar an der Küste des Arabischen Meeres, sagte, die Grenze zu Iran sei nur teilweise für den Handel geöffnet. Vor dem Übergang habe sich ein großer Rückstau an Fahrzeugen gebildet.
Nach Kalmatis Angaben warten auf iranischer Seite 3.000 bis 4.000 Lastwagen, auf pakistanischer Seite 2.000 bis 3.000. Nach einer einwöchigen Schließung dürften derzeit nur bestimmte Fahrzeuge über die Grenze, um den Rückstau abzubauen.
Irans Botschafter in Pakistan, Reza Amiri Moghadam, erklärte am Sonntag auf X, auf iranischer Seite gebe es keine Einschränkungen, auch nicht für den Export von Flüssiggas (LPG). Er machte die Schließungen für Änderungen bei der Umsetzung des pakistanischen E-Form-Verfahrens für Importe aus Iran verantwortlich. Dadurch seien Händler faktisch nicht mehr in der Lage, Fracht von Iran nach Pakistan zu schicken.
Die pakistanischen Innen- und Außenministerien hätten auf eine Bitte um Stellungnahme von AFP nicht reagiert. Kalmati zufolge drängen Unternehmen auf beiden Seiten der Grenze auf eine vollständige Wiederaufnahme des Handels. Seine Mitglieder und Fahrer seien frustriert; sie wollten nach Hause zurückkehren und ihr Geschäft fortsetzen.
Fida Ahmad Dashti, Geschäftsmann im Distrikt Kech in der südwestpakistanischen Provinz Belutschistan, sagte, ihm sei mitgeteilt worden, dass nur Fahrzeuge mit Papieren, die vor dem 16. Oktober erstellt wurden, die Grenze passieren dürften. Zwei weitere Geschäftsleute aus Belutschistan bestätigten, dass ihre Fahrer dasselbe berichtet hätten.
Die Handelskammer Gwadar erklärte am Samstag in einer Mitteilung, die Aussetzung der LPG-Einfuhr und die abrupte Schließung der Grenze hätten die nationale Versorgungskette für Flüssiggas gestört und die Preise stark steigen lassen.
Armeechef Feldmarschall Asim Munir besuchte nach Angaben des pakistanischen Militärs am Montag Teheran, es war sein zweiter Besuch in der Islamischen Republik binnen weniger als einer Woche.
Hochrangige Vertreter aus Saudi-Arabien, der Türkei und Pakistan wollten am Montag in Teheran mit iranischen Offiziellen über regionale Sicherheit sprechen, wie iranische und saudische Behörden mitteilten. Saudi-Arabien und die Türkei hatten im August das sogenannte Makkah Joint Defense Agreement unterzeichnet, das die drei Staaten im Fall eines Angriffs auf einen von ihnen zur gegenseitigen Verteidigung verpflichtet.
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