Die Bauwirtschaft in Österreich bleibt in der Krise. Wie die Salzburger Nachrichten unter Berufung auf den Unternehmensberater Andreas Kreutzer von Branchenradar berichten, dürfte die Branche heuer das fünfte Jahr in Folge schrumpfen. Ursache ist der Wohnungsneubau: Er war nach einem jahrelangen Boom mit dem Anstieg der Zinsen 2022 in ein tiefes Loch gefallen und zieht die Branche nun weiter nach unten. Kreutzer erwartet für 2027 etwas bessere Zeiten, die Zahl der Fertigstellungen dürfte jedoch erst frühestens 2029 wieder steigen.
Dieses Plus sei allerdings ausschließlich auf massive Preissteigerungen zurückzuführen. Die Preise hätten sich zwischen 2020 und 2025 um ein Drittel erhöht, im Hochbau sogar um 38 Prozent. Zu Beginn seien vor allem höhere Materialpreise für die Sprünge verantwortlich gewesen. Später seien steigende Personalkosten hinzugekommen, die auf die Abgeltung der Inflation im Rahmen der Kollektivvertragsverhandlungen zurückgingen.
Innerhalb dieses Bereichs habe praktisch zur Gänze der Wohnbau das Minus verursacht. Der Nicht-Wohnbau habe sich dagegen weitgehend stabil entwickelt. Der Tiefbau sei hingegen substanziell gewachsen, und zwar um real zwölf Prozent.
Auch im laufenden Jahr dürfte die Bauproduktion preisbereinigt nochmals um drei Prozent schrumpfen, prognostiziert Kreutzer. Der Rückgang komme abermals ausschließlich aus dem Hochbau. Der Tiefbau wachse dagegen konstant um real zwei Prozent.
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