Meta holt sich 97,5 Milliarden Dollar für seine KI-Offensive
Meta Platforms, die Muttergesellschaft von Facebook, begegnet den hohen Kosten für den Ausbau künstlicher Intelligenz mit einer umfangreichen Kapitalerhöhung. Wie das Unternehmen mitteilte, sollen Aktionärinnen und Aktionäre insgesamt 97,5 Milliarden Dollar an frischem Kapital bereitstellen, mit dem der Bau weiterer Rechenzentren finanziert werden soll. Die Salzburger Nachrichten berichten, dass davon bereits 37,5 Milliarden Dollar gesichert seien.
Der Preis für die neuen Stammaktien ist auf 625 Dollar festgelegt worden. Die Emission wurde zudem von ursprünglich 22,5 Milliarden auf 25 Milliarden Dollar erhöht.
Die Pläne für die Kapitalerhöhung hatte das Unternehmen bei der Vorlage der Quartalszahlen in der vergangenen Woche bekanntgegeben. Allein in diesem Jahr plant Meta, zwischen 135 und 145 Milliarden Dollar in den Ausbau seiner KI-Infrastruktur zu investieren. Über mehrere Jahre dürften sich die Gesamtausgaben dafür auf 825 Milliarden Dollar summieren.
Auch große Chiphersteller beteiligen sich an der Kapitalerhöhung. Nvidia beziffere seine eigenen Investitionen auf drei Milliarden Dollar. Das finanzielle Engagement der Zulieferer von KI-Chips bei ihren Kunden bereite Marktteilnehmern Sorgen, weil dadurch ein wachsender Finanz-Kreislauf in der Branche entstehe.
Der Hintergrund ist das massive Engagement bei Chips und Rechenzentren, mit dem der Konzern im Wettbewerb mit OpenAI und Anthropic bestehen will. Die Analysten von William Blair schrieben, Meta könne langfristig ein profitables KI-Geschäft aufbauen, das bei der Diversifikation helfe. Dieser Weg könne jedoch nicht geradlinig verlaufen.
Lange hätten Technologiekonzerne den Ausbau ihrer IT-Infrastruktur aus Rücklagen finanziert.
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