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Italienische Archäologen finden Gräber unter der Grabeskirche in Jerusalem

Italienische Forscher haben unter der Grabeskirche in Jerusalem einen Begräbnisort entdeckt, der biblischen Schilderungen des Grabes Jesu entspricht. Einen wissenschaftlichen Beweis liefern die Funde nach Angaben der Archäologen nicht.

Italienische Archäologen finden Gräber unter der Grabeskirche in JerusalemSymbolbild
Foto: Boris Hamer · Pexels

Das Wichtigste in Kürze

  • Unter der Grabeskirche in Jerusalem haben italienische Forscher einen Begräbnisplatz entdeckt, der zu den biblischen Berichten über die Grablege Jesu passt
  • Unter der Kirche fanden die Archäologen einen Garten, Spuren von Olivenbäumen und Weinreben sowie in den Fels gehauene Gräber
  • Einen wissenschaftlichen Beweis dafür, dass Jesus dort begraben wurde, liefern die Funde jedoch nicht, da es keine Inschrift gibt

Italienische Forscher haben unter der Grabeskirche in Jerusalem einen Begräbnisplatz entdeckt, der mit den biblischen Berichten über die Grablege Jesu übereinstimmt. Darüber berichtete der Sender Euronews. Die Grabeskirche, in der orthodoxen Tradition Auferstehungskirche genannt, liegt im christlichen Viertel der Altstadt von Jerusalem. Christen weltweit glauben seit Langem, dass unter ihr das Grab Jesu liegt.

Die Kirche gehört zu den wichtigsten Heiligtümern des Christentums. Sie gilt als Bauwerk an jenem Ort, der als Stätte der Kreuzigung, des Begräbnisses und der Auferstehung Jesu Christi galt. Der römische Kaiser Konstantin der Große ließ sie im vierten Jahrhundert errichten. Die erste Kirche wurde im Jahr 335 nach Christus geweiht. Im Laufe ihrer Geschichte wurde das Gebäude mehrfach zerstört und wieder aufgebaut. Besonders schwer beschädigt wurde es 1009 unter dem Fatimiden-Kalifen al-Hakim. In den folgenden Jahrzehnten wurde die Kirche teilweise wiederhergestellt. Nach der Eroberung Jerusalems durch die Kreuzfahrer im Jahr 1099 wurden umfangreiche Umbauten vorgenommen. Das heutige Erscheinungsbild ist deshalb das Ergebnis zahlreicher Bau- und Restaurierungsphasen.

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Lange Zeit waren kaum bauliche Veränderungen, Renovierungsarbeiten oder Ausgrabungen erlaubt. Mehrere christliche Konfessionen teilen sich die Kirche, und jede befürchtete, Veränderungen könnten ihre Rechte und ihren Einfluss schwächen. Inzwischen haben sich die beteiligten Parteien geeinigt. Seit 2016 wird die Grabeskirche restauriert, zum ersten Mal seit mehr als 200 Jahren.

Ausgangspunkt war 2022 eine geplante umfassende Sanierung des Kirchenbodens. Im Laufe der Arbeiten entwickelte sich daraus ein umfangreiches Ausgrabungsprojekt. Die Forscher stießen unter der Kirche auf einen aufgegebenen Steinbruch, landwirtschaftlich genutzte Flächen, einen Garten und in den Fels gehauene Gräber.

Besondere Bedeutung hat der Garten, denn das Johannesevangelium erwähnt einen Garten an der Stätte der Kreuzigung Jesu. Nach der Bibel fand die Kreuzigung nahe der Stadtgrenze Jerusalems statt. Der Hebräerbrief hält fest, dass Jesus außerhalb des Stadttors litt. Auch dazu passen nach Angaben der Archäologen die Funde.

Die leitende Archäologin Francesca Romana Stasolla von der Universität La Sapienza in Rom deutet die Funde als Hinweis auf eine Begräbnislandschaft. Die Ausgrabungen legen nach Stasollas Einschätzung nahe, dass zwischen Golgatha, im Neuen Testament Kalvarienberg genannt, und dem Grab einst kultiviertes Land lag. Außerdem fanden die Archäologen Spuren von Olivenbäumen und Weinreben, die auf etwa 33 nach Christus datiert wurden. In diese Zeit fällt der Tod Jesu nach gängiger Lesart. Die in den Fels gehauenen Gräber deuten nach Stasolla zudem auf einen älteren Bestattungsplatz hin. Die Evangelien nach Matthäus, Markus und Lukas beschreiben das Grab Jesu als aus dem Fels gehauene Grabkammer. Auch dieses Detail passt demnach.

Die Funde liefern jedoch keinen wissenschaftlichen Beweis dafür, dass Jesus unter dem Gelände der Grabeskirche begraben wurde. Es gibt keine Inschrift, die das belegt. Ebenso wenig lässt sich zeigen, dass die Grabkammer ungenutzt war oder Josef von Arimathäa gehörte, der nach den Evangelien Jesus in sein neues, in den Fels gehauenes Grab legte. Die Pflanzenreste lassen sich zudem noch nicht genau auf die Zeit der Kreuzigung datieren.

Die Ausgrabungen klären die Frage nach der tatsächlichen Grablege Jesu daher nicht. Sie zeigen jedoch, dass die seit Jahrhunderten verehrte Stätte geografische und archäologische Merkmale aufweist, die den Beschreibungen im Neuen Testament entsprechen.

Dieser Beitrag wurde automatisiert auf Grundlage externer Nachrichtenquellen und unter Einsatz künstlicher Intelligenz erstellt. So arbeiten wir

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