Die Konzentration von Kohlendioxid in der Atmosphäre ist im vergangenen Jahr erneut gestiegen, wenn auch weniger stark als im Vorjahr. Spiegel Online berichtet unter Berufung auf das jährliche Treibhausgas-Bulletin der Weltwetterorganisation (WMO). Der Wert erreichte demnach einen neuen Höchststand seit Beginn der Messungen.
Gegenüber 2024 kamen 2,8 ppm hinzu. Der aktuelle Wert entspreche 153 Prozent des Niveaus vor der Industrialisierung im Jahr 1750.
Ko Barrett, Vizechefin der WMO, sagte, es gebe erneut einen Rekord. Die Veröffentlichung erfolgte kurz vor der nächsten Weltklimakonferenz, die im November in Antalya stattfindet. Das Klimaphänomen habe damals unter anderem zu mehr Vegetationsbränden und damit zu größerem CO₂-Ausstoß geführt.
El Niño tritt laut dem Bericht alle paar Jahre auf, und auch in diesem Jahr hat er wieder begonnen. Zusätzlich trage die Verbrennung fossiler Energieträger dazu bei, sagte Oksana Tarasova, Wissenschaftlerin der WMO. Außerdem bestehe die Gefahr, dass die Ozeane künftig immer weniger CO₂ aufnehmen.
Methan (CH₄) kommt auf 16 Prozent.
Auch der Umstieg auf nicht fossile Energieträger bringe aus Sicht der WMO Klimarisiken mit sich. In der Atmosphäre kommt SF₆ zwar weniger reichlich vor als andere chemische Verbindungen. Ein Kilogramm des Gases trägt dem Bericht zufolge aber rund 24.300-mal so stark zum Treibhauseffekt bei wie ein Kilogramm CO₂.
Wasserstoff sei zwar kein Treibhausgas, doch sein Austritt aus Pipelines oder Brennstoffzellen löse wachsende Besorgnis aus, warnt die Organisation. Wasserstoff verändere die chemische Balance der Lufthülle und wirke sich darüber indirekt stark auf die Erwärmung aus, so die WMO.
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