Die Konzentration von Treibhausgasen in der Atmosphäre steigt weiter. Auch 2025 haben Kohlendioxid (CO2), Methan und Lachgas zugenommen, wie die Weltwetterorganisation (WMO) in einem neuen Bericht festhält, über den die ARD-Klimaredaktion berichtet. Immer mehr Wärme bleibt dadurch im Klimasystem zurück.
Dass die Wachstumsrate eher steige als falle, zeige, dass man nicht genug tue, so Zaehle.
Den größten Anteil hat CO2. Seit 1990 seien 80 Prozent dessen, was den Klimaantrieb verstärkt habe, auf CO2 zurückzuführen. Verantwortlich ist vor allem die Verbrennung fossiler Energieträger wie Kohle, Öl und Gas. Dagmar Kubistin vom Deutschen Wetterdienst sagt, das zu ändern bleibe eine große Herausforderung. Erneuerbare Energien würden zwar immer mehr, seien aber noch nicht so weit, den Bedarf insgesamt aufzufangen. Das müsse sich rasch ändern.
Wälder und Ozeane nehmen zwar einen Teil des Kohlendioxids wieder auf, ein anderer Teil bleibt jedoch über Jahrhunderte oder Jahrtausende im Klimasystem. Das Klimaphänomen El Niño hat natürliche Ursachen, die Erderwärmung kann die damit verbundene Hitze und Trockenheit aber zusätzlich verschärfen. Viele tropische Regionen litten damals unter extremen Wetterbedingungen. Obwohl 2025 kein El Niño aktiv war, nahm die CO2-Konzentration weiterhin stark zu. Oksana Tarasova, Atmosphärenphysikerin bei der WMO, spricht von einem klaren Warnsignal. Die Systeme hätten keine Zeit zur Erholung. Bleibe mehr Kohlendioxid in der Atmosphäre, treibe das weitere Veränderungen an. Die WMO rechnet damit, dass extreme Wetterphänomene künftig häufiger auftreten oder stärker ausfallen.
Auch die Energiewende hat laut dem Bericht Nebenwirkungen. In der Luft kommt es derzeit allerdings nur als winziger Bestandteil vor. Man könne aber darauf achten, dass das Gas nicht entweiche.
Während CO2 den langfristigen Verlauf der Erderwärmung bestimme, gelte Methan als wichtiger Hebel für die nächsten Jahrzehnte. Bei Methan machen laut Kubistin vor allem die Erdgas- und Ölindustrie einen großen Anteil aus, daneben die Landwirtschaft, etwa durch Wiederkäuer oder den Reisanbau. Zaehle sieht hier kurzfristiges Einsparpotenzial. Durch das Schließen von Methanlecks und die Reduzierung von Verlusten lasse sich bei fossilen Emissionen relativ schnell viel erreichen. Auch in der Landwirtschaft gebe es Ansatzpunkte, etwa bei Fütterung, Tierbeständen und dem Fleischkonsum.
Zudem brauche es zuverlässige Messungen, um Veränderungen zu erkennen und zu prüfen, ob Maßnahmen wirken. Zaehle fasst zusammen: Man müsse alle vorhandenen Hebel sinnvoll in Gang setzen.
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