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Arabische Parteien könnten laut Exit Polls 18 Sitze in Israel gewinnen

Nach Exit Polls könnten die arabisch geführten Parteien bei der Wahl in Israel 18 Sitze erringen. Die Beteiligung unter palästinensischen Staatsbürgern lag nach frühen Angaben bei rund 80 Prozent.

Arabische Parteien könnten laut Exit Polls 18 Sitze in Israel gewinnenSymbolbild
Foto: planet_fox · Pixabay

Das Wichtigste in Kürze

  • Exit Polls sehen die arabischen Parteien Joint List und Ra'am bei zusammen 18 Sitzen und damit so stark wie nie zuvor
  • Die Wahlbeteiligung erreichte 77,7 Prozent, die höchste seit 1999, unter palästinensischen Staatsbürgern lag sie bei rund 80 Prozent
  • Laut aktualisierten Exit Polls kommen Eisenkots Block und der Likud-Block je auf 51 Sitze, Abbas hofft auf 61 Sitze

Die arabischen Parteien in Israel könnten bei der Parlamentswahl 18 Sitze gewinnen, wie Exit Polls nahelegen, berichtete Al Jazeera English. Demnach könnten die Joint List und Ra'am, die beiden führenden arabisch geführten Listen, so viele Mandate halten wie nie zuvor in der 120 Abgeordnete zählenden Knesset. InstaNews hatte am 28. Oktober berichtet, dass nach Exit Polls keine Seite eine klare Mehrheit erreicht, die arabischen Parteien aber zu Königsmachern werden könnten.

Die Wahlbeteiligung unter den palästinensischen Staatsbürgern Israels lag nach frühen Anzeichen bei rund 80 Prozent. Das wäre ein Rekordwert, der die Zahlen von 1999 übertrifft, meldete der israelische Sender Channel 12. Insgesamt gaben 77,7 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme ab, wie die Zentrale Wahlkommission mitteilte. Das ist die höchste Beteiligung seit 1999. Palästinensische Staatsbürger machen rund 21 Prozent der etwa zehn Millionen Einwohner Israels aus und haben bisher traditionell seltener gewählt als jüdische Israelis.

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Nach aktualisierten Exit Polls lagen der Block der Opposition um die Partei Yashar des früheren israelischen Generalstabschefs Gadi Eisenkot und der Block um die Likud-Partei von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu bei jeweils 51 Sitzen gleichauf. Frühere Umfragen hatten Eisenkots Block knapp vorn gesehen.

Mansour Abbas, Vorsitzender der Ra'am-Partei, sagte Channel 12, er hoffe, dass das Endergebnis dem Block gegen Netanjahu, zu dem auch seine Partei gehört, die 61 Sitze für die Regierungsbildung bringt. Mit den derzeitigen Zahlen, so Abbas, komme keine Regierung zustande. Ra'am hält derzeit fünf Sitze. Abbas' Partei gehörte von 2021 bis 2022 der Koalition an, die Israel regierte. Beide Blöcke hätten vor und nach der Wahl Kontakt zu seiner Partei gesucht, sagte er.

Alon Pinkas, ein früherer israelischer Botschafter, sagte Al Jazeera, die Regierungsbildung könnte für Parteien wie die von Eisenkot schwierig werden. Diese hatten im Wahlkampf versprochen, keine Koalitionen mit arabischen Parteien einzugehen. Das habe seinen Preis, so Pinkas. Arabische Parteien könnten nicht draußen gehalten und nur dann berücksichtigt werden, wenn man ihre Stimmen brauche. Die arabisch geführten Listen würden zudem Forderungen stellen, die eine jüdisch geführte Koalition möglicherweise nicht mittragen könne.

Netanjahu und seine rechtsgerichtete Koalition hatten am Wahltag versucht, ihre Anhänger an die Urnen zu bringen, und vor einer steigenden Wahlbeteiligung unter palästinensischen Staatsbürgern gewarnt. Arabische Politiker bezeichneten diese Taktik als rassistisch und aufhetzend. Laut Zeugen fuhren Autos mit Likud-Fahnen durch Jerusalem, spielten den islamischen Gebetsruf ab und forderten die Menschen auf, ihre Stimme abzugeben, weil Araber wählten.

Netanjahu veröffentlichte in sozialen Netzwerken Fotos langer Schlangen vor Wahllokalen in arabischen Ortschaften. Zudem teilte er ein Bild, das nach seinen Angaben arabische Wähler zeigt, darunter Frauen mit Niqab, einem Schleier, der die untere Gesichtshälfte bedeckt. Wenn man jetzt nicht aufwache, werde man bald eine Regierung von Mansour Abbas und Ahmad Tibi haben, schrieb er. Tibi und Abbas sind zwei führende palästinensische Abgeordnete der Knesset.

Nour Odeh, die aus Ramallah im besetzten Westjordanland berichtete, nannte die Wahl einen existenziellen Moment für Palästinenser in Israel. Die Wahlbeteiligung sei auch von Menschen getragen worden, die sonst boykottieren, weil sie nicht glaubten, dass ihre Stimme etwas verändert. Odeh zufolge hat die Knesset mehr als 100 Gesetze verabschiedet, die palästinensische Staatsbürger Israels diskriminieren. Diese seien außerdem bei der Vergabe staatlicher Mittel benachteiligt.

Dieser Beitrag wurde automatisiert auf Grundlage externer Nachrichtenquellen und unter Einsatz künstlicher Intelligenz erstellt. So arbeiten wir

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