Wie die Salzburger Nachrichten melden, sind die gesundheitlichen Risiken des Klimawandels im vergangenen Jahrzehnt laut einem aktuellen Bericht spürbar gewachsen. Zu den Folgen zählen Hitzetote, wirtschaftliche Verluste und extreme Wetterlagen.
Der Bericht nennt Beispiele dafür, wie sich die Gefahren verschärft haben und welche Rolle die Wirtschaft dabei spielt. Demnach starben zwischen 2016 und 2023 im Schnitt jährlich mehr als 540.000 Menschen an hitzebedingten Ursachen. Den Forschenden zufolge liegt diese Zahl über den Todesopfern durch Malaria.
Die häufigeren Hitzewellen wirken sich außerdem auf die Produktivität aus. Dies entspreche 1,07 Billionen US-Dollar. Am stärksten getroffen habe die Hitze die Landwirtschaft und die Baubranche, weil dort viel körperlich im Freien gearbeitet werde. Regional seien Afrika und Südostasien besonders betroffen gewesen.
Zugleich nehmen Dürren infolge der Klimakrise zu, was die Wahrscheinlichkeit von Waldbränden mit schädlicher Rauchbelastung erhöht. Das sei der zweithöchste Stand, der je erreicht wurde. Die Ausbreitung dieser Dürren habe sich in den vergangenen zehn Jahren enorm beschleunigt, gegenüber dem Jahrzehnt davor um laut Bericht mehr als 700 Prozent.
Das Team verweist zudem darauf, dass die öffentlichen Mittel für Entwicklungsleistungen insgesamt deutlich gesunken sind. Dahinter folgt Deutschland mit Kürzungen um 7,4 Milliarden Dollar im selben Zeitraum.
Eine paneuropäische Kommission hatte die WHO bereits vor einigen Monaten aufgefordert, wegen der Klimakrise eine gesundheitliche Notlage auszurufen.
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