Der Gebrauch von Nikotin-Verdampfern schädigt nach einer neuen Studie akut die Blutgefäße der Konsumenten, auch wenn kein Tabak verbrannt wird. Wie die Kleine Zeitung berichtet, steigt dabei der Blutdruck, die Blutgefäße verengen sich, und es lassen sich DNA-Schäden nachweisen. Die Untersuchung wurde im „European Journal of Preventive Cardiology“ veröffentlicht.
Geleitet wurde sie von Lea Strohm vom Universitätsklinikum Mainz. Danach verwendeten sie ein Tabakerhitzungsprodukt. Zur Bestätigung der Ergebnisse wurden die Tests zweimal unabhängig voneinander durchgeführt.
Laut der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie waren die Resultate eindeutig. Der systolische Blutdruck stieg um drei Millimeter Quecksilbersäule.
Diese gilt als Zeichen dafür, dass sich die Zellen gegen Schäden zu verteidigen versuchen. Strohm zog daraus den Schluss, dass die Produkte nicht biologisch neutral seien. Eine akute Exposition habe ausgereicht, um bei ansonsten gesunden Rrauchern Gefäßfunktionsstörungen, Stoffwechselstörungen und genetische Schäden hervorzurufen.
Erhitzter Tabak erzeuge zwar weniger Verbrennungsprodukte, gebe aber dennoch Nikotin ab. Dieses schädige die Gefäßwände, erhöhe den Blutdruck und fördere Atherosklerose. Alle Nikotinprodukte gehörten einheitlich geregelt, so Münzel. Dazu sollten Aromabeschränkungen, Werbeverbote und Rauchverbote zählen, die alle Produkte abdecken.
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