Wie die Salzburger Nachrichten berichten, zeigt eine im Fachjournal "Nature" erschienene Studie auf der Arabischen Halbinsel nun etwas anderes: Wasser allein war nicht ausschlaggebend. Ebenso notwendig war bearbeitbares Gestein. An der Untersuchung war der österreichische Geologe Rudolf Dellmour beteiligt.
Heute dominieren auf der Arabischen Halbinsel große, sehr trockene Wüsten. Das Klima schwankte jedoch im Lauf der Menschheitsgeschichte. Im Pleistozän wechselten sich über Jahrtausende andauernde Phasen mit hohen Niederschlägen und Trockenzeiten ab.
Hinweise auf Steinwerkzeuge oder auf das Rohmaterial, aus dem sie hätten hergestellt werden können, fanden sich hingegen nicht, berichtete Dellmour gegenüber der APA.
Was übrig bleibe, sehe weniger wie ein Korridor aus, sondern eher wie eine Inselkette.
Dellmour zufolge bliebe so eine Art "lithisches Archipel". Dessen Inseln seien die Orte gewesen, an denen Wasser und Stein zusammenfielen. Dort habe sich auch Nahrung gefunden, und diese Kombination habe die Menschen angezogen.
Die Abhängigkeit vom Stein könnte dort ebenfalls weitflächiger gegolten haben. Ausbreitungsmodelle für Populationen, die auf Steinwerkzeuge angewiesen waren, sollten deshalb jedenfalls die Geologie der Rohstoffe einbeziehen.
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