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Anthropic warnt vor möglichen Visa-Maßnahmen gegen Mitarbeiter

Der KI-Konzern Anthropic befürchtet in einer Börsenunterlage gezielte Einwanderungs- und Visamaßnahmen der US-Regierung wegen seiner öffentlichen Positionen zur KI-Regulierung. Ein Nachweis dafür liege nicht vor.

Anthropic warnt vor möglichen Visa-Maßnahmen gegen MitarbeiterSymbolbild
Foto: robertaengland · Pixabay

Das Wichtigste in Kürze

  • Anthropic warnt in einer SEC-Eingabe vor Visamaßnahmen gegen Mitarbeiter wegen seiner öffentlichen KI-Positionen
  • Die Regierung hat laut der Einreichung noch keine Visamaßnahmen gegen Anthropic-Beschäftigte eingeleitet
  • Hintergrund ist der Streit um militärische KI-Nutzung, in dem Anthropic als Lieferkettenrisiko eingestuft wurde und vor Gericht klagt

Das geht aus einer Registrierungserklärung hervor, die das Unternehmen bei den US-Börsenaufsichtsbehörden eingereicht hat. Als Grund nennt Anthropic seine öffentlichen Positionen zu Sicherheit und Regulierung von künstlicher Intelligenz (KI), die zu verstärkter Aufmerksamkeit der Regierung führen könnten.

In der Erklärung an die Securities and Exchange Commission (SEC) schreibt das Unternehmen, sein Engagement gegenüber politischen Entscheidungsträgern und seine öffentlichen Äußerungen könnten zu einer verstärkten staatlichen Prüfung führen. Dazu gehörten auch, so Anthropic, gezielte Einwanderungs- oder Visamaßnahmen gegen das eigene Personal. Das Unternehmen warnt außerdem, seine Interessenvertretung könne dazu führen, dass es von bestimmten staatlichen Stellen unverhältnismäßig oder selektiv ins Visier genommen werde. Zu den genannten Risiken zählen laut der Erklärung Ermittlungen, Durchsetzungsmaßnahmen, Lizenzbeschränkungen und einwanderungsrechtliche Schritte.

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Anthropic weist zudem darauf hin, dass Änderungen der US-Einwanderungspolitik es erschweren könnten, hochqualifizierte Fachkräfte zu gewinnen und zu halten. Politiken, die den Zustrom von professionellen und technischen Talenten einschränken, könnten die Fähigkeit des Unternehmens beeinträchtigen, qualifizierte Beschäftigte zu rekrutieren und zu halten.

Die Einreichung beschreibt diese Punkte als mögliche Geschäftsrisiken. Sie stellt nach Angaben der Hindustan Times World jedoch nicht fest, dass die Regierung bereits Visamaßnahmen gegen Anthropic-Beschäftigte eingeleitet hat.

Die Warnung fällt in eine Phase, in der die Trump-Administration die arbeitgeberbezogene Einwanderung umgestaltet. Betroffen ist insbesondere das H-1B-Programm, mit dem Technologieunternehmen ausländische Fachkräfte für spezialisierte Berufe einstellen. Laut den Angaben der US-Einwanderungsbehörde USCIS zu H-1B-Arbeitgebern hatte Anthropic zwischen den Haushaltsjahren 2021 und 2026 insgesamt 219 H-1B-Begünstigte, deren Anträge genehmigt wurden. Das Nachrichtenmagazin Newsweek berichtete darüber. Die Zahl bildet laut Meldung die Genehmigungen über diesen Zeitraum ab und muss nicht die aktuelle H-1B-Belegschaft des Unternehmens widerspiegeln.

Mit einer Präsidialproklamation vom September 2025 führte die Regierung eine Zahlungspflicht von 100.000 US-Dollar für bestimmte neue H-1B-Anträge ein. Das Weiße Haus kündigte später an, diese Maßnahme um weitere zwölf Monate bis zum 21. September 2027 zu verlängern. Die Verlängerung ist in der Proklamation im Federal Register festgehalten.

Zudem hat das US-Außenministerium die Überprüfung von Online-Präsenzen bei H-1B-Antragstellern und ihren H-4-Angehörigen ausgeweitet. Antragsteller werden angewiesen, ihre Profile in sozialen Netzwerken öffentlich zu machen. Laut der offiziellen Visa-Richtlinie dienen die Prüfungen dazu, Personen zu erkennen, die aus Gründen der nationalen Sicherheit oder der öffentlichen Sicherheit unzulässig sein könnten.

Die Eingabe steht im Zusammenhang mit einem Streit zwischen Anthropic und der Regierung über den Einsatz der KI-Technologie für militärische Zwecke. Anthropic wurde von der Regierung als Lieferkettenrisiko eingestuft, nachdem es um Beschränkungen bestimmter militärischer Nutzungen seiner Technologie gestritten hatte. Das Unternehmen hat die Maßnahmen der Regierung vor Gericht angefochten. Die Rechtsstreitigkeiten und die damit verbundenen Geschäftsrisiken sind ebenfalls in der SEC-Eingabe beschrieben.

Die Offenlegungen fallen zudem in die Vorbereitungen für einen möglichen Börsengang. Anthropic bestätigte den geplanten Börsengang in einer Ankündigung vom 26. Oktober, die auf die Registrierungserklärung verweist.

Dieser Beitrag wurde automatisiert auf Grundlage externer Nachrichtenquellen und unter Einsatz künstlicher Intelligenz erstellt. So arbeiten wir

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