Vlasiuk ist ein 37 Jahre alter Jurist.
Nach Vlasiuks Angaben enthalten neunzig Prozent der russischen Waffen ausländische Komponenten, hauptsächlich Mikroelektronik. Diese Teile würden in fast jeder einzelnen russischen Waffe gefunden.
Die Antworten seien nicht ausreichend gewesen. Im September und Oktober seien wieder Schweizer Komponenten in russischen Waffen gefunden worden.
Die Antwort wäre aber 2023 gut gewesen, nicht 2026. Die Sanktionsregime hätten sich weiterentwickelt, ebenso Russlands Fähigkeit zur Umgehung. Das Argument, es gebe keine Produktionsstätten in der Schweiz und man exportiere nicht in Drittländer, reiche nicht.
Die genannten Unternehmen sagen laut SRF, sie hielten sich an die Sanktionen und machten seit 2022 keine Geschäfte mehr mit Russland. Vlasiuk verweist dagegen auf das niederländische Unternehmen NXP. Dessen Teile seien in russischen Waffen früher sehr verbreitet gewesen, im Jahr 2026 finde man davon fast keine mehr. Mit harter Arbeit könne man wirklich einen Unterschied machen, bei den Schweizer Unternehmen sei das leider nicht der Fall.
Zu China sagte Vlasiuk, das Land sei sicherlich ein Problem. Die chinesische Exportbehörde habe angeblich Änderungen an ihren Vorschriften angekündigt. Er sei noch nicht überzeugt, ob das wirklich wirke, doch es sei ein Schritt in die richtige Richtung. Viele Elektronikbauteile in russischen Waffen stammen laut ihm aus den USA. Die besten Mikrochips seien nach wie vor amerikanische. Bei ballistischen Raketen sei der Anteil amerikanischer Mikrochips enorm hoch.
Als Grund für einen Lieferstopp nannte Vlasiuk zunächst den Terror gegen die Zivilbevölkerung. Er wünsche sich, dass das nie passiere. Es liege im Interesse aller vernünftigen Länder, einschliesslich der Schweiz, diese Lieferungen zu stoppen.
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