Der US-Militärgeheimdienst DIA hat in einem aktuellen Bericht ein hochaufgelöstes Foto des experimentellen chinesischen Raumgleiters veröffentlicht, wie n-tv berichtet. Peking äußert sich zu Einzelheiten bislang nicht, obwohl das Land mit solchen Flügen langfristig kostengünstigere Transporte ins All anstrebt. Neben China verfügen bisher nur die USA über vergleichbare Systeme.
Am Heck des Raumfahrzeugs sei ein weiterer Satellit angedockt, teilte Vantor mit, dessen Struktur und Solarpaneele erkennbar seien. Außerdem seien die Luken des Laderaums sichtbar geöffnet.
Seit 2010 gab es acht Testflüge, deren Zweck oft geheim gehalten wurde.
Der chinesische Raumgleiter trägt offiziell keinen Namen. Ein Foto sowie technische Angaben zu Größe, Masse oder Konstruktion veröffentlichte Peking damals nicht.
Offiziell bestätigt sind vier Testflüge des Raumgleiters. Erprobt werden sollten die Wiederverwendbarkeit und Technologien für Dienste im Orbit.
Laut dem aktuellen US-Bericht war der chinesische Raumgleiter im November 2022 zusammen mit einem Begleitsatelliten bei Manövern zu beobachten. Zeitweise lagen beide Objekte weniger als 100 Meter auseinander. Vermutlich wurde ein Rendezvous geübt, also das zielgerichtete Heranführen zweier Raumfahrzeuge aneinander.
Damit eignen sie sich für Experimente, Inspektionen und Reparaturen. Grundsätzlich lassen sie sich auch für militärische Einsätze nutzen, etwa gegen gegnerische Spionage- und Überwachungssatelliten.
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