Die Bundesregierung hat das steuerlich begünstigte Zukunftsdepot in Begutachtung geschickt. Der Entwurf ist im Rechtsinformationssystem RIS einsehbar, wie die Kleine Zeitung berichtet. Die Begutachtung endet am 9. November. Das Depot soll im Juli 2027 eingeführt werden. Auf das Modell hatte sich die Dreierkoalition Mitte Oktober verständigt.
Jänner 2027 geborenen Kinder. Das Geld stammt laut Entwurf aus dem Familienlastenausgleichsfonds (FLAF). Vorausgesetzt werden die österreichische Staatsbürgerschaft oder eine rechtliche Gleichstellung.
Geburtstag. Eine vorzeitige Entnahme wird grundsätzlich nicht möglich sein.
Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) sagte, mit dem Zukunftsdepot schaffe die Regierung eine moderne Alternative zum klassischen Bausparer. Vor dem Weltspartag betonte er, wie wichtig Vorsorge für die eigene Zukunft sei.
Vorgesehen ist eine verpflichtende erstmalige Beratung, die sich mit einer Opt-out-Möglichkeit abwählen lässt. Für bereits geborene Kinder unter 18 Jahren kann das Depot ohne staatliche Zuzahlung eröffnet werden.
Die Banken müssen das Depot gebührenfrei anbieten. Weitere Kosten können aber anfallen, limitiert auf ein Prozent jährlich. Als KESt-Entgang werden maximal 20 Millionen Euro jährlich angenommen, allerdings nicht in der Anlaufphase. Bis Ende des laufenden Finanzrahmens 2031 sind dafür insgesamt 20 Millionen Euro eingeplant.
Dorthin fließt auch der Startbonus, wenn die Eltern kein Depot anlegen.
NEOS-Kapitalmarktsprecher Christoph Pramhofer hat in einer Aussendung vorgerechnet, wie groß der Unterschied zum Bausparer sein kann. Bei monatlich 100 Euro über 18 Jahre in einen breit gestreuten ETF und einer angenommenen durchschnittlichen Rendite von sieben Prozent, inklusive Startguthaben, könnten rund 44.000 Euro zusammenkommen. Der Bausparer sei für viele noch immer der Klassiker, sagte Pramhofer. Wer langfristig Vermögen aufbauen wolle, solle sein Geld aber aktiv am Kapitalmarkt arbeiten lassen.
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