Die Filmproduzentin Regina Ziegler ist gestorben, wie der NDR berichtete. Zu ihren letzten Produktionen gehört Schlöndorffs „Heimsuchung“.
Zunächst wollte sie Juristin werden, brach das Jurastudium jedoch schnell ab.
Prägend war ihre Mutter, eine Journalistin, die oft Filmkritiken schrieb. Sie nahm die kleine Regina schon Anfang der 1950er-Jahre mit ins Kino und entfachte so die Filmleidenschaft ihrer Tochter. Von der Mutter habe Ziegler auch die Haltung übernommen, dass Angst ihr fremd sei, privat wie beruflich.
Mitte der 60er-Jahre landete Ziegler per Zufall als Produktionsassistentin beim damaligen Sender Freies Berlin. Dort lernte sie den Regisseur Wolf Gremm kennen, der sie überredete, seinen ersten Kinospielfilm zu finanzieren. Sie wagte es. Was sie beim Sender könne, könne sie auch allein, so erinnerte sie sich später.
Die Kritiker zeigten sich begeistert, ebenso das Publikum. Aus der Zusammenarbeit wurde auch eine private Verbindung. Die Ehe hielt Jahrzehnte, bis Gremm im Sommer 2015 einer Krebserkrankung erlag. Selbst nach mehr als 40 gemeinsamen Jahren hätten beide wie frisch verliebt gewirkt.
In dieser schwierigen Zeit habe sich ein Rat ihrer Mutter bewährt: Man müsse sich um Freunde kümmern und sie pflegen. Ziegler habe sich daran gehalten.
Ziegler selbst hatte es so beschrieben: Sie sei ihren Ideen nachgelaufen und habe sie nicht vergessen. Das sei für sie das Wichtigste gewesen, diese Ideen umzusetzen.
Dieses Rezept führte oft zum Erfolg. Sie hätten nicht nur die Kasse klingeln lassen, sondern seien auch künstlerische Erfolge gewesen.
Diese Filme bezeichnete die Quelle als Schmuckstücke der deutschen Filmgeschichte.
Das Tal der Enttäuschung müsse man schnell durchfliegen, so Ziegler sinngemäß. Dann komme die Motivation für einen neuen Film zurück.
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